Top-Käufe
| nach Umsatzgröße | WKN | |
|---|---|---|
| 1. | 0,5% Hdlbgcem.Fin.Lu. 17/21.1 | A19BPE |
| 2. | Givaudan SA (VTO) | 938427 |
| 3. | iShsIV-DL Ultrashort Bd U.ETF USD (Dist) XLON | A1W374 |
| 4. | 2,875% Dürr AG Anl.14/21.8 | A1YC44 |
| 5. | SAP SE XETR | 716460 |
Beim Kaufumsatz von insgesamt 0,43 Mio. Euro, der sich auf 16 Transaktionen verteilte, lagen Anleihen vorne mit nicht ganz 0,20 Mio. Euro, gefolgt von Aktien (0,10), Fonds (0,06) und Derivaten (0,07). Trotz des geringen Kauf-Umsatzes sind also alle Haupt-Produktkategorien vertreten – im Unterschied zur Verkaufsseite.
Wie in Zeiten zunehmender Unsicherheit / Volatilität, des Abwartens oder einer zunächst erwarteten Seitwärtsbewegung üblich, finden sich auch wieder einige Zertifikate unter den Käufen. Auch wenn man bei dem geringen Datenquerschnitt, der uns für die Berichtswoche zur Verfügung stand, mit Verallgemeinerungen vorsichtig sein muss: der Rückgriff auf strukturierte Produkte passt zum gegenwärtigen Makrorahmen. Allerdings wurde nicht in breite Indizes als Basiswerte investiert. Basiswerte waren: BMW, GEA Group, Siemens und drei Schweizer Pharmaunternehmen. Das letztgenannte Produkt ist ein Barrier Reverse Convertible on worst of der Züricher Kantonalbank; hierbei handelt es sich laut Produktinformationsblatt „um kombinierte Anlageinstrumente, die sich aus einer festverzinslichen Anlage und dem Verkauf einer Knock-in Put-Option zusammensetzen. Dadurch profitiert der Anleger mit einem ZKB Barrier Reverse Convertible on worst of von der aktuellen Volatilität der Basiswerte.“ Dieses Zertifikate-Investment hat es jedoch nicht in unsere Top-Kaufliste geschafft, obwohl eine gute Platzierung zu erzielen so leicht wie wohl selten war. Das gelang dem im relativen Ranking zweitplatzierten Discount-Zertifikat, dem die Aktie der GEA Group als Basiswert zugrunde liegt. Die Anlegerin, eine Vermögensverwaltung aus dem Südwesten Deutschlands, rechnet offenbar nicht mit hinreichender Sicherheit mit einem weiteren wesentlichen Anstieg des GEA-Aktienkurses, sonst würde sie in den Basiswert direkt investieren.
Wie sieht es bei den Käufen von Einzelaktien aus? Von denen befinden sich zwei (Givauden, SAP) in einer der beiden oder sogar in beiden Toplisten. Und genau drei Aktienkäufe entnehmen wir unserem Einkaufsprotokoll der Berichtswoche.
Top-Käufe
| nach Depotgewicht | WKN | |
|---|---|---|
| 1. | Givaudan SA (VTO) | 938427 |
| 2. | GEA Group AG (TB) 05/17.2 | TD5FCR |
| 3. | BMW (DZB) 11/17.7 | DGJ13C |
| 4. | iShsIV-DL Ultrashort Bd U.ETF USD (Dist) XLON | A1W374 |
| 5. | 2,875% Dürr AG Anl.14/21.8 | A1YC44 |
Die Givaudan AG aus der Schweiz gilt als Weltmarktführerin und zählt zu den ältesten Häusern mit über 200 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet der Herstellung und Entwicklung von Duftstoffen. Die Palette reicht von Waschmittelzusätzen bis zu edlen Parfums. Unter der Überschrift: „Givaudan übernimmt US-Aromenhersteller“ schrieb am 17.01.2017 die Handelszeitung: „Der Aromen– und Riechstoffhersteller Givaudan verstärkt sein Geschäft mit der Übernahme von Activ International. Finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben, im Geschäftsergebnis 2016 von Givaudan hätte sich der Umsatzbeitrag aber auf Pro-forma Basis mit 40 Millionen Franken niedergeschlagen, heisst es in einer Mitteilung. …. Givaudan sei der globale Marktführer bei natürlichen Aromen und Activ International ergänze durch das solide Portfolio diese Fähigkeiten, lässt sich Konzernchef Gilles Andrier in der Mitteilung zitieren. …. In Analysten-Kreisen wurde die Übernahme begrüsst: Active sei eine «nette Ergänzungsakquisition», so der Tenor.“
Gleichfalls am 17.01.2017 wurde eine Branchenstudie von Tim Jones von der Deutsche Bank veröffentlicht. Jones hält an der Einstufung ‚Buy‘ für Givaudan fest und belässt es auch bei einem Kursziel von 2100 Franken. Jones glaubt, dass die Chemiekonzerne insgesamt gute Zahlen für das vierte Quartal vorlegen und dass die Ausblicke auf das kommende Jahr dem nicht nachstehen werden, weil sie besser sein dürften als in den vergangenen fünf Jahren. Daher sei, ungeachtet der meist erfreulichen Verläufe der Kurse in letzter Zeit, mit weiteren Anstiegen zu rechnen. Kein Wunder also, dass am 17.01.2017 eine von uns erfasste Vermögensverwaltung aus Norddeutschland in Aktien von Givaudan investierte.
