Top-Käufe
| nach Umsatzgröße | WKN | |
|---|---|---|
| 1. | Nextera Energy Inc. | A1CZ4H |
| 2. | Alphabet Inc. –C– | A14Y6H |
| 3. | Broadcom Inc. | A2JG9Z |
| 4. | NVIDIA Corp. | 918422 |
| 5. | Asm Int Rg | 868730 |
Der Kaufumsatz in der Berichtswoche Nr. 8 betrug 2,77 Mio. Euro, wovon 2,71 durch Erwerb von Einzel-Aktien und 0,06 Mio. durch Käufe von Anteilen eines Aktien-ETFs generiert wurden.
In der absoluten Käufeliste sind sowohl die Branchen „Energie“ wie auch „Künstliche Intelligenz“ vertreten. Das lädt ein zu einer grundsätzlichen Betrachtung, bevor wir zum Kern der Sache, zu einem thematisch passenden Kauf in der Berichtswoche vom 23. bis 27. Februar vorstoßen.
Intelligenz ist energieaufwendig. Wir wollen mit einem Beispiel beginnen, das nicht unmittelbar im Zentrum unseres Anlagethemas liegt, es damit aber in ein etwas helleres Licht rückt.
Menschliche Intelligenz geht mit abstrakten Operationen, Reflexionsprozessen usw. einher, für deren Ausführung man Bewusstsein benötigt. Man kann durch Übung den Bewusstseinsaufwand zwar massiv reduzieren, eine Problemlösungsstrategie mit der Zeit als Routine „einfalten“ und die freiwerdenden Bewusstseins-Kapazitäten „höherstufig“ nutzen (dieser Einfaltungsprozess macht komplexe geistige Operationen erst möglich) – aber dennoch:Das „edle“ und extrem knappe Bewusstsein, dieses rätselhafte Wundermedium, erfordert auf der körperlichen Seite einen hohen Energieaufwand (Glukosestoffwechsel, d.h. Verbrennen von Traubenzucker). Das sind die energetischen Kosten dafür, dass der Mensch kognitiv flexibel auf die Umwelt und die eigene Innenwelt reagieren kann, dass er also ein hohes Maß an genereller Intelligenz mobilisieren kann.
In energetischer und sonstiger Hinsicht scheint es bei Künstlicher Intelligenz einerseits zwar in vielerlei Hinsichten ganz anders, andererseits aber punktuell auch sehr ähnlich zu sein. Denn auch künstliche Intelligenz benötigt ziemlich viel Energie. Allerdings hat hier der Energieaufwand andere Gründe: es ist die brute force, die rohe Gewalt, mit der die Rechenprozesse (noch) ausgeführt werden müssen, um intelligenzartige Ergebnisse zu erzeugen.
Das ist im Grunde das Ergebnis davon, dass KI „nur“ eine Fortentwicklung der Statistik („Statistik auf Steroiden“) ist. Rufen wir uns zudem in Erinnerung, dass Statistik einst – bei Prof. Gottfried Achenwall (1719 bis 1772) – als „vergleichende Staatenkunde“ begonnen hat, wird der Logiker in uns messerscharf schließen: „Also ist KI eine Höherentwicklung der vergleichenden Staatenkunde.“ Und wir können ihm dabei gar nicht mal so richtig widersprechen.
„Statistik auf Steroiden“ benötigt, wie soeben gesagt, derzeit noch eine Unmenge an Energie. Und damit sind wir auch schon bei unserem Anlagethema Nextera Energy, beim größten US-amerikanische Energieunternehmen. Dieses möchte im Zuge der „KI-Revolution“ für US-Rechenzentren in den kommenden 10 Jahren zwischen 15 und 30 Gigawatt elektrische Leistung zur Verfügung stellen.
Und ähnlich wie die Verbrennung des knappen und teuren Traubenzuckers für das Bewusstsein einen physiologischen Flaschenhals darstellt, ist derzeit nach Expertenberichten der Zugang von Rechenzentren zur benötigten elektrischen Energie der Flaschenhals für den Ausbau der künstlichen Intelligenz und den Wettbewerb um diese.
Der Energie-Konzern, dessen Aktie in unserer absoluten Käufeliste erstplatziert ist, möchte also Sekundärenergie in Form elektrischer Energie für KI liefern, dabei aber als Primärenergie vor allem Gas nutzen. Noch ist man offensichtlich nicht so weit, es einmal mit Traubenzucker zu probieren und passend dazu mit der Bewusstseins-Technologie, für die es immerhin schon biologische Prototypen gibt, um uns Menschen einmal ganz bescheiden ins Spiel zu bringen.
Wie auch immer, es scheint für Nextera zur Zeit auch so ganz gut zu laufen: die Aktie des Stromriesen hat seit Jahresbeginn um 15 Prozent zugelegt und seit 6 Monaten um rund 30 Prozent, das ist auch das Ergebnis über 1 Jahr, während die Zuwächse seit 3 Jahren bei 27 und seit 5 Jahren bei 22 Prozent liegen. Vom KI-Hype, so kann man aus diesen Zuwächsen folgern, scheint das Unternehmen – bzw. die einschlägige Energiebranche – also erst seit Kurzem zu profitieren.
Top-Käufe
| nach Depotgewicht | WKN | |
|---|---|---|
| 1. | Siemens Energy N | ENER6Y |
| 2. | iSh.ST.Euro.600 Banks U.ETF DE | A0F5UJ |
| 3. | Asm Int Rg | 868730 |
| 4. | Nextera Energy Inc. | A1CZ4H |
| 5. | Alphabet Inc. –C– | A14Y6H |
