Top-Käufe
| nach Umsatzgröße | WKN | |
|---|---|---|
| 1. | 2,00% Bundanl.V. 11/22 FFM | 113546 |
| 2. | 0,5% Bundanl.V.16/26.6 | 110239 |
| 3. | VISA Inc XNYS | A0NC7B |
| 4. | Total S.A XPAR | 850727 |
| 5. | Euro Stoxx 50 Discount 3300 2017/11 (DZ) | DG8H53 |
Bei den Käufen der von uns erfassten Vermögensverwaltungen in der Berichtswoche führten vom Umsatzvolumen her Anleihen (mit knapp 2,5 Mio. Euro) vor Aktien (etwas über 1,1) und Derivaten (0,6).
Die Käufe bezogen sich jedoch bei den Rentenpapieren auf lediglich zwei Staatsanleihen der Bundesrepublik Deutschland, die dann auch die ersten zwei Positionen in unserem Kaufranking gemäß Umsatzvolumen einnehmen. Die erstplatzierte 10jährige 2-Prozent-Anleihe, in die in der Berichtswoche eine Verwaltung aus dem Alpenraum investierte, erreichte im Juli 2016 mit einem Kurs von über 114,5 ihr bisheriges Allzeit-Hoch. Das Wertpapier rentiert derzeit mit minus 0,45 %. Erst am 15.01. emittiert wurde die im absoluten Ranking zweitplatzierte 10-jährige Bundesanleihe, die einen Kupon von 0,5% zahlt. Hier liegt die Rendite nach den Kursrückgängen in der zweiten Hälfte des Jahres 2016 gegenwärtig bei 0,1961%.
Die Tendenz vieler Marktteilnehmer geht derzeit dahin, dass auch mit weiter steigenden Renditen gerade bei länger laufenden Papieren in Europa zu rechnen sei. Was ist, wenn es insbesondere bei den „sicheren Häfen“ dann doch die Kurse sind? Das wäre dann ein Unsicherheitsszenario. Gründe dafür gibt es ja durchaus genügend.
Im Aktiensegment war die Zahl der Kauftransaktionen in der Berichtswoche zwar höher als bei Anleihen, aber im Vergleich mit den letzten Monaten doch relativ bescheiden. Die beiden größten Käufe vom Volumen her betrafen die in unserem absoluten Kaufranking dritt– und viertplatzierten Titel von VISA und Total.
Die Zurückhaltung bei den Aktienkäufen in der Berichtswoche sollte man nicht überbewerten, aber für Aktieneuphorie spricht es nun auch nicht unbedingt. Trotz eines aktuell sehr positiven Stimmungs-Hintergrundes. Denn einerseits hat die Rally gegen Jahresende bei Aktien gerade den von uns erfassten risikoreicheren Depots, deren YTD-Performance im Durchschnitt die meiste Zeit des Jahres „unter null“ lief, sehr gut getan. Der langgezogene Jahres-Endspurt war dringend notwendig. Man könnte auch sagen: Wieder einmal Glück gehabt.
Top-Käufe
| nach Depotgewicht | ||
|---|---|---|
| 1. | Euro Stoxx 50 Discount 3300 2017/11 (DZ) | DG8H53 |
| 2. | Euro Stoxx Discount 3100 2017/07 (BNP).1 | PR0MLW |
| 3. | 2,00% Bundanl.V. 11/22 FFM | 113546 |
| 4. | VISA Inc XNYS | A0NC7B |
| 5. | Source Physical Markets PLC DT.ZT. | A1MECS |
Andererseits werden als fundamentale Argumente verbesserte und stabile Konjunkturindikatoren der letzten Monate ins Feld geführt, die dann etwa auch noch von der sehr kritischen US-Notenbank im Hinblick auf Wachstum, Arbeitsmarkt und Teuerung bestätigt wurden.
Hinzu kommt, dass manche Marktbeobachter schon von «Trumponomics» sprechen, um die erhoffte Kombination von keynesianischen Investitionsprogrammen und Steuersenkungen mit einem an die Reaganomics erinnernden Schlagwort zu bezeichnen, das Systematik suggerieren soll.
Die Effekte einer möglichen Stärkung des Protektionismus werden hier in der Regel ignoriert, obwohl auch die Berichtswoche zeigte, dass bereits Twittermeldungen von Trump „ante portas“ zu diesem Thema beträchtliche Wirkung hinterlassen.
Ein von uns dazu befragter Vermögensverwalter aus Süddeutschland glaubt, dass Trump manche Erwartung enttäuschen und die Unsicherheit an den Märkten in den nächsten Monaten erhöhen wird. Auch weil sich die Märkte auf Trump als Präsident und auf seine Art zuerst noch einstellen müssten. Trump sei jedenfalls momentan „schwer zu lesen“. Er sieht jedenfalls keinen Grund für Euphorie. Was bedeutet das für Aktien? Die Bewertungen der US-amerikanischen Aktien hält der befragte Vermögensverwalter für sehr sportlich, was sich am durchschnittlichen Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 20 zeige. Eher sieht er Chancen bei Technologie-Werten, die vom weiteren Ausbau der Netzwerkwelt profitieren können.
