Aktien tru­gen zum Kauf-​​Umsatz der Berichts­wo­che 0,75 Mio., Deri­vate 0,09 Mio., Fonds 0,22 Mio. und Anlei­hen 0,14 Mio. Euro bei.  Dem­ge­mäß sind in unse­ren Lis­ten der zehn meist­ge­kauf­ten Wert­pa­piere Aktien häuf­ti­ger ver­tre­ten als sonst.

Die im Hin­blick auf das umge­setzte Volu­men in der firstfive-​​Rangordnung der Top-​​Käufe erst­plat­zierte Trans­ak­tion mit Bayer-​​Aktien machte über die Hälfte des Kauf­um­sat­zes der Berichts­wo­che aus. Die Bayer-​​Aktie hat seit dem All­zeit­hoch im April 2015 Federn las­sen müs­sen: aus 146 Euro pro Aktie sind zwi­schen­zeit­lich 95 Euro gewor­den. Gerade in der Agrar­sparte gin­gen 2015 die Gewinne (im drit­ten Quar­tal) haupt­säch­lich wohl nur auf Wäh­rungs­ef­fekte zurück. Bis zum 9. Februar bewer­te­ten im Januar und Februar von 17 Ana­lys­ten 8 die Aktie mit „Kau­fen“, gleich­falls 8 plä­dier­ten für „Hal­ten“ und einer emp­fahl „Ver­kau­fen“. Die von uns regis­trier­ten Käufe von Bayer-​​Aktien in der Berichts­wo­che wur­den am 10.2. von meh­re­ren Ver­mö­gens­ver­wal­tun­gen mit mitt­le­rem und grö­ße­rem Depot getä­tigt. Am 10. 2. berich­tete das Han­dels­blatt auf Basis vor­ge­leg­ter aktu­el­ler Zah­len über die Bayer-​​Partnerschaft mit Rege­ne­ron. Rege­ne­ron hat das Augen-​​Medikament Eylea ent­wi­ckelt und ver­treibt es in den USA, wäh­rend Bayer die Ver­triebs­rechte für den Rest der Welt besitzt. Das Han­dels­blatt schrieb: „Eylea wird haupt­säch­lich gegen die so genannte feuchte Maku­la­de­ge­ne­ra­tion ein­ge­setzt, eine Augen­krank­heit, die durch die über­mä­ßige Bil­dung von Blut­ge­fä­ßen unter­halb der Netz­haut gekenn­zeich­net ist und zur Erblin­dung füh­ren kann. Dar­über hin­aus ist der Wirk­stoff auch zur The­ra­pie von diabetes-​​bedingten Augen­lei­den zuge­las­sen.“ In Stu­dien habe das Mit­tel Vor­teile gegen­über dem Kon­kur­renz­pro­dukt Lucen­tis (von Roche und Novar­tis ver­trie­ben) gezeigt. Erwar­tet werde daher, dass Käufe, Depot

Bayer und Rege­ne­ron wei­ter­hin Markt­an­teile gegen­über der Kon­kur­renz gewin­nen kön­nen.

Das Han­dels­blatt schrieb wei­ter: „Nach Anga­ben von Rege­ne­ron erhöh­ten sich die glo­ba­len Umsätze mit Eylea von knapp 2,8 im Vor­jahr auf rund 4,1 Mil­li­ar­den Dol­lar im Gesamt­jahr 2015. Davon ent­fie­len 1,4 Mil­li­ar­den Dol­lar (plus 40 Pro­zent) auf das von Bayer geführte Geschäft außer­halb der USA. In Euro gerech­net dürf­ten die Erlöse mit dem Mit­tel für Bayer um etwa zwei Drit­tel auf mehr als 1,25 Mil­li­ar­den Euro gestie­gen sein. Für den Lever­ku­se­ner Kon­zern wurde Eylea damit zum zwei­ten ‚Block­bus­ter‘ (das heißt, zu einem Mil­li­ar­den­pro­dukt) im Phar­ma­s­or­ti­ment, nach dem eben­falls wachs­tums­star­ken Best­sel­ler Xar­elto. Aller­dings muss Bayer von den Eylea-​​Erlösen rund ein Drit­tel als Gewinn­an­teil an den ame­ri­ka­ni­schen Part­ner abge­ben.“ Laut Bericht wird erwar­tet, dass die Wachs­tums­ra­ten im kom­men­den Jahr abfla­chen wer­den.

 

Käufe im Fonds­seg­ment fie­len bei­nahe ganz aus. In eine Long-​​Strategie wollte offen­bar nie­mand inves­tie­ren. Dage­gen schaffte es – bei fal­len­den Kur­sen nicht ganz über­ra­schend – ein Short-​​ETF auf den DAX (DBX1DS) in die Liste der Top­käufe: „Das Anla­ge­ziel besteht darin, die Wert­ent­wick­lung des Short­DAX® Index abzu­bil­den, der die umge­kehrte Wert­ent­wick­lung des DAX® Index zuzüg­lich eines Zins­sat­zes wider­spie­gelt.“ Zwar trifft man in den letz­ten Mona­ten im Umfeld fal­len­der Kurse immer wie­der auf Short-​​ETFs, sie wer­den aber bis­her den­noch nur recht spar­sam von den Ver­wal­tun­gen ein­ge­setzt.

Auch eine Unter­neh­mens­an­leihe von Alli­anz (A0DX0V) konnte sich im Topkauf-​​Feld plat­zie­ren. Aber ins­ge­samt ent­fal­tete das Ren­ten­seg­ment in der Berichts­wo­che kaum Attrak­ti­vi­tät für die Käu­fer.