Top-​​Käufe

nach Umsatz­größe WKN
1.XETRA Gold A0S9GB
2.ABB Ltd. 919730
3.Next Rg 779551
4.Costco Who­le­sale Corp. 888351
5.GE Aero­s­pace Rg A3CSML

Der Kauf­um­satz in der 3. Berichts­wo­che sum­mierte sich auf 0,63 Mio. Euro, wovon 0,45 Mio. auf Aktien, 0,13 Mio. auf Deri­vate und 0,04 Mio. auf Fonds ent­fie­len.

In der Berichts­wo­che erreichte der Grönland-​​Konflikt wäh­rend des Davo­ser Welt­wirt­schafts­fo­rums sei­nen vor­läu­fi­gen Kli­max mit unmit­tel­bar nach­fol­gen­dem Anti­kli­max. Etwa so, wie es im Lehr­buch für Span­nungs­auf­bau und Span­nungs­ab­bau in Film und Unter­hal­tungs­li­te­ra­tur ste­hen könnte.

US-​​Präsident Trump erneu­erte in Davos aber­mals die Not­wen­dig­keit, Grön­land unbe­dingt „haben“ zu müs­sen. Es hatte den Anschein, die­ser Wille sei stär­ker als alle Recht­fer­ti­gun­gen, die die­sen Wil­len mit „ratio­na­len“ Begrün­dun­gen unter­schied­li­cher Art abstütz­ten soll­ten. Das würde anders herum bedeu­ten, dass im Fall einer Wider­le­gung die­ser Begrün­dun­gen ein sol­cher Wille sich davon nicht kirre machen las­sen würde, er bezöge seine Kraft allein aus sich sel­ber. So schien es wenigs­tens.

Bereits am 17. Januar erfolgte Trumps Ankün­di­gung von 10-​​prozentigen Straf­zöl­len auf Waren aus acht euro­päi­schen Län­dern, die ab 1. Februar gel­ten soll­ten, falls Däne­mark sich die­sem unver­rück­ba­ren „Wil­len“ ent­ge­gen­stel­len sollte. Diese „geo­öko­no­mi­sche“ Dro­hung war die Reak­tion auf eine als Freund­schafts­dienst getarnte „geo­mi­li­tä­ri­sche“ Demons­tra­tion der Stärke die­ser acht Län­der, die aller­dings nach all­ge­mei­nem Urteil noch nicht ganz an die Über­zeu­gungs­kraft einer US-​​Carrier-​​Strike-​​Group her­an­reichte. Aber Übung macht den Meis­ter und an der Größe der Auf­gabe wach­sen auch Euro­päer.

Das war die Aus­gangs­lage zu Beginn der Davo­ser Tagung. Das ist aber nur das eine. Das andere ist eine Regel, die am US-​​Aktienmarkt zuerst zir­ku­lierte, und die vom Financial-​​Times-​​Kolumnisten Robert Arm­strong im Mai 2025 mit dem Akro­nym TACO bezeich­net wurde: „Trump Always Chi­ckens Out“.

Damit ist gemeint, dass Trump regel­mä­ßig dras­ti­sche Dro­hun­gen (Straf­zölle, poli­ti­sche oder mili­tä­ri­sche Dro­hun­gen) aus­spricht, diese jedoch wie­der zurück­nimmt, abschwächt oder ver­schiebt, sobald der wirt­schaft­li­che oder mediale Druck zu groß wird oder die Börse ein­zu­bre­chen droht. Diese Beob­ach­tung eig­net sich auch für eine Inves­ti­ti­ons­stra­te­gie, für „TACO-​​Trades“. Deren Grund­idee und sim­pelste Vari­ante ist: Sobald Trump eine Dro­hung aus­spricht (z.B. Zoll­d­ro­hung) fal­len die Kurse. Das ermög­licht (Long-)Händlern güns­tige Käufe. Sobald es zur Ent­span­nung kommt und die Dro­hung ent­schärft ist, erho­len sich die Kurse („TACO-​​Effekt“), in der Folge kön­nen Anle­ger von Kurs­ge­win­nen pro­fi­tie­ren.

Im Gefolge der jüngs­ten Zoll­d­ro­hun­gen gaben Aktien am Mon­tag und Diens­tag der Berichts­wo­che in der Tat nach. Anle­ger, die auf das TACO-​​Muster ver­trau­ten, nutz­ten das für gezielte Zukäufe.

Als Trump, wie pro­gnos­ti­ziert, auf dem Davo­ser Forum am 21. Januar ein­lenkte, indem er ver­sprach, vom Faust­recht kei­nen Gebrauch zu machen, eine Rah­men­ver­ein­ba­rung anzu­stre­ben und die Zölle aus­zu­set­zen, zogen die Kurse wie­der an. Anle­ger konn­ten damit an Kurs­ge­win­nen par­ti­zi­pie­ren, die der TACO-​​Regel ent­spra­chen. Inwie­fern die­ses Mus­ter, wenn es bekannt ist, sich abschwächt oder ver­schwin­det, wäre eine wei­ter­ge­hende Frage. Zumin­dest scheint es so zu sein, dass der TACO-​​Effekt bereits breit anti­zi­piert wird. In der Grönland-​​Krise sahen Pro­gno­se­märkte (wie Poly­mar­ket) die Wahr­schein­lich­keit für die Umset­zung der Zölle in Berei­chen von unter 20 Pro­zent.

Am Markt für Staats­an­lei­hen erhöhte Trump mit sei­ner Davos-​​Performance die Unsi­cher­hei­ten. Dort stie­gen die Ren­di­ten ins­be­son­dere von US-​​Staatsanleihen vom 14. (4,13 %) bis 21. (4,30%) Januar deut­lich an, um danach wie­der – aber weni­ger stark – abzu­fal­len (27.01.: 4,23%). Die Kurse beweg­ten sich ent­ge­gen­ge­setzt zu den Ren­di­ten. Viele Markt­be­ob­ach­ter inter­pre­tier­ten dies dahin­ge­hend, dass die Sor­gen vor einem Han­dels­krieg und vor fis­ka­li­schen Risi­ken die Eig­nung der US-​​Staatsanleihen als „sichere Häfen“ sabo­tier­ten.

Pro­fi­tiert hat davon in der Berichts­wo­che der klas­si­sche sichere Hafen, das Gold, des­sen Preis wei­ter anstieg. Er hat zwi­schen­zeit­lich die 5000-​​USD-​​Marke deut­lich über­schrit­ten (Ende 27.01.: 5.090 USD).

In der Berichts­wo­che ent­fiel denn auch das Invest­ment mit dem größ­ten Volu­men auf einen „siche­ren Hafen“ in Gestalt von Xetra-​​Gold.

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1.XETRA Gold A0S9GB
2.Xtr S&P USD-​​1C-​​Acc DBX0S3
3.ABB Ltd. 919730
4.Next Rg 779551
5.Costco Who­le­sale Corp. 888351