BHP Bil­li­ton zählt zu den größ­ten Roh­stoff­kon­zer­nen welt­weit: gobal größ­ter Koh­le­ex­por­teur und dritt­größ­ter Eisen­erz­pro­du­zent. Zum Pro­dukt­port­fo­lio gehö­ren zudem Alu­mi­nium, Gas, Nickel, Man­gan, Uran und Sil­ber. Der Kurs der Aktie zeigte seit Beginn die­ses Jah­res im Trend klar nach oben: Am 14. Januar lag der Preis bei 615 Pence, am 23. Novem­ber wurde mit 1361 Pence die bis­he­rige Jah­res­spitze erreicht. Wie sind die Erwar­tun­gen bezüg­lich der zukünf­tige Ent­wick­lung der Aktie? Die Ein­schät­zung der Ana­lys­ten ist unter­schied­lich, wie etwa drei Bewer­tun­gen vom 16. und 14.11.2016 zei­gen. Eugene King von Gold­man Sachs hob in einer Bran­chen­ana­lyse das Kurs­ziel für BHP Bil­li­ton von 800 auf 1400 Pence an, beließ jedoch zugleich die Ein­stu­fung auf „Neu­tral“. Die Kurs­zie­ler­hö­hung wird damit begrün­det, dass sich Berg­bau­ti­tel im Zuge der Rohstoffpreis-​​Rally gut ent­wi­ckelt hät­ten, was den Zufluss an freien Mit­teln stär­ken und den Akti­en­kur­sen wei­te­ren Auf­trieb ver­schaf­fen sollte. Fra­ser Jamie­son von JPMor­gan urteilte in sei­ner Stu­die weni­ger zuver­sicht­lich. Er beließ die Ein­stu­fung für die Bri­ten auf „Under­weight“ und bei einem Kurs­ziel von 1110 Pence. Er glaubt, dass die Preis­an­stiege bei den Indus­trie­me­tal­len im Gefolge der US-​​Wahl zu kräf­tig aus­ge­fal­len seien. Bei Bil­li­ton sei daher mit Preis­kor­rek­tu­ren zu rech­nen. Daher prä­fe­riere er Unter­neh­men, die gegen nied­rige Roh­stoff­preise maxi­mal abge­si­chert und mit ein­deu­tig iden­ti­fi­zier­ba­ren Kur­s­trei­bern aus­ge­stat­tet seien, wie etwa den Kon­kur­ren­ten Rio Tinto. Alon Olsha von der aus­tra­li­schen Invest­ment­bank Mac­qua­rie hat hin­ge­gen das Kurs­ziel für BHP Bil­li­ton von 1470 auf 1530 Pence geschraubt und hält wei­ter­hin an sei­ner alten Ein­stu­fung „Out­per­form“ fest. Ein wich­ti­ger Grund für sei­nen anhal­ten­den Opti­mis­mus ist der Umstand, dass die Roh­stoff­ex­per­ten von Mac­qua­rie ihre Pro­gno­sen der Kup­fer­preise für die kom­men­den vier Jahre um bis zu 17 Pro­zent ange­ho­ben haben. Einen wahr­schein­lich reprä­sen­ta­ti­ve­ren Ein­druck von der eher ver­hal­ten­den Erwar­tung ver­schie­de­ner Häu­ser ver­mit­telt die Berück­sich­ti­gung einer grö­ße­ren Ana­lys­ten­gruppe: Ins­ge­samt haben in den letz­ten Mona­ten von 18 Ana­lys­ten 11 eine Hold-​​Empfehlung abge­ben, 4 eine Buy– und 3 eine Sell-​​Bewertung.

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Ein mög­li­cher Sieg von Donald Trump bei der US-​​Präsidentschaftswahl ist nach Ein­schät­zung der Exper­ten der schwei­ze­ri­schen Bank Credit Suisse in den Kur­sen euro­päi­scher Ban­ken­ak­tien nicht aus­rei­chend ein­ge­preist“ schrieb am 8.11.2019 die dpa. Gemeint war damit, dass die Abwärts-​​Risiken höher seien, als die posi­ti­ven Kurs­ent­wick­lun­gen sug­ge­rier­ten. Bis 16. Novem­ber bewegte sich die Aktie ganz im Gegen­satz zu die­ser Ein­schät­zung nach oben auf 14,73 CHF. Inso­fern haben sich die Ana­lys­ten der Credit Suisse viel­leicht zu ihrer eige­nen Freude geirrt, auch wenn der Kurs aktu­ell wie­der bei 13,50 liegt. Die neue­ren Ana­lys­ten­kom­men­tare, die für „Sell“ plä­die­ren, füh­ren als Nega­tiv­fak­to­ren an: dass die Schwei­zer Groß­bank im drit­ten Quar­tal im Wert­pa­pier­han­del hin­ter der Kon­kur­renz gele­gen sei; dass star­ker Mar­gen­druck auch im Ver­mö­gens­ma­nage­ment herr­sche; dass gene­rell die Markt­er­war­tun­gen zu hoch­ge­steckt seien. Ana­lys­ten, die in der Aktie wei­ter­hin eine Ein­stiegs­ge­le­gen­heit sehen und das Kurs­ziel über dem aktu­el­len Kurs fest­set­zen, benen­nen als posi­tive Trei­ber unter ande­rem: In Aus­sicht gestellte wei­tere Kos­ten­sen­kun­gen; posi­tive Impulse aus den USA; und last but not least der Bör­sen­gang des Schweiz-​​Geschäfts. Am 24.11. schrieb dar­über Samuel Ger­ber in finews​.ch: „Seit dem letz­ten Wochen­ende ist das Swiss Ban­king um ein Schwer­ge­wicht rei­cher – mit der Credit Suisse (Schweiz) AG lan­cierte die Credit Suisse (CS) ihre neue Rechts­ein­heit im Heim­markt.“ Ger­ber befragte hierzu auch den fran­zö­si­schen Spe­zia­lis­ten für Bör­sen­gänge Pas­cal Ravery: „Ihm zufolge könnte die neue Schwei­zer Ein­heit eine inter­es­sante Blau­pause dafür wer­den, wie eine ‚gesün­dere‘ Credit Suisse der­einst aus­se­hen könnte. … Der geplante Bör­sen­gang könnte die Vision einer bes­se­ren Zukunft auch an die Finanz­märkte tra­gen, so Ravery wei­ter. Die CS-​​Schweiz-​​Aktie würde den Inves­to­ren dem­nach zei­gen, zu wel­cher Bewer­tung die Aktie des Mut­ter­hau­ses han­deln könnte, wenn des­sen Pro­bleme der­einst alle­samt besei­tigt sind.“