Das Kaufvolumen belief sich in der Berichtswoche auf 22,4 Mio. Euro, davon entfielen auf Fonds knapp 13 Mio. Euro und auf Anleihen nicht ganz 8,9 Mio. Euro. Für Aktien blieb dann nicht allzu viel mehr übrig. Dennoch wollen wir an dieser Stelle zunächst die first five bei den Aktien aufzählen: Henkel; ams; VISA; Oréal; Sodexo. Betrachtet man alle Käufe bei Aktien, dann wurden bekannte Titel aus dem für das Gesamtdepot typischen Aktienuniversum gewählt. Man riskierte also in der Berichtswoche bei der relativ geringen Kaufsumme mit Aktien größtenteils praktisch nichts und ging auch keine Experimente ein.
Von den Festverzinslichen konnten sich zwei Staatsanleihen ins Ranking der Top-Käufe schieben: eine französische und deutsche. Beide Wertpapiere zusammen machten bereits über 80 Prozent der Investitionen in Anleihen aus. Verantwortlich zeichnete eine Verwaltung mit großem Depot. Die fünfjährige französische Nullkuponanleihe (A1ZW41), deren Kurs seit Juni letzten Jahres von unter 98 Euro auf aktuell 100,78 geklettert ist, läuft bis 2020 und rentiert gerade mal mit –0,168%. Die Rendite der am 13.11. 2009 emittierten, bis 2020 laufenden Bundesanleihe (113539) beträgt aktuell 0,000%.
Der Rest der Investitionssumme im Bond-Segment verteilte sich auf verschiedene Unternehmensanleihen, die eher von Verwaltungen mit mittelgroßen Depots nachgefragt wurden, die hier aber auch keine größeren Risiken eingingen: „investmentwürdig, mittlere Sicherheit“, wobei die Rendite meist deutlich unter 1% liegt. Die im Ranking der Topkäufe gemäß Depotgewicht fünftplatzierte Anleihe von Bayer (A1YC3K) kommt auf 0,55%. Nur eine im Ranking nicht gelistete 0,75%-VW-Fin.-Serv.-Anleihe (780516) rentiert mit 1,995%.
Ein Investment ragt mit einem Volumen von einem Viertel des Gesamtumsatzes in der Berichtswoche heraus: Die im Top-Ranking erstplatzierte Aktien-ETF-Transaktion (A0RGCK). Hier lassen wir am besten das Factsheet für sein Produkt sprechen: Der „Source STOXX Europe 600 UCITS ETF zielt darauf ab, nach Abzug von Gebühren die Wertentwicklung des STOXX® Europe 600 Total Return Index abzubilden. … (Das) ist ein Finanzindex, der Unternehmen mit hoher, mittlerer und geringer Marktkapitalisierung aus 18 europäischen Ländern umfasst. Er enthält 600 Unternehmen. Bestandteile sind nach Streubesitz– Marktkapitalisierung gewichtet und unterliegen einer 19 Prozent-Kappungsgrenze. … Der ETF investiert in ein diversifiziertes Aktienportfolio (die Aktien müssen nicht notwendigerweise Teil des Benchmark-Index sein). Um das Anlageziel zu erreichen, geht der ETF Derivatekontrakte, sogenannte ‚Swaps‘ … ein.“ Damit soll der Tracking Error möglichst klein gehalten werden. Die Wertentwicklung für 2015 (Dez.14-Dez.15) wird mit 9,61%, für 2014 mit 7,17% angegeben.
Der im Kauf-Ranking gemäß Depotgewicht erstplatzierte Multi-Asset-Fonds (A0M43S) ist speziell auf die Bedürfnisse gemeinnütziger Stiftungen zugeschnitten. Das heißt, er soll hinreichenden Ertrag generieren und zugleich die Substanz sichern. „Das Fondsmanagement investiert nach dem Grundsatz der Risikostreuung weltweit in Aktien, Renten, Wandelanleihen, Währungen, Edelmetalle und Investmentfonds. Derivate können zu Absicherungszwecken oder zur Ertragsoptimierung eingesetzt werden; der Aktienanteil darf bis zu 35 Prozent betragen. Bei der Auswahl der Einzeltitel stützt sich das Fondsmanagement auf hausintern entwickelte Bewertungsmodelle. Der Fonds schüttet einmal jährlich aus.“ (factsheet)
