Anleihen vorn
In den Kaufranglisten finden wir unter den ersten zehn Produkten sechs Anleihen oder Anleihen-ETFs. Auch das zeigt: Bei Aktien ist eine Grenze erreicht, die viele Depotmanager nicht überschreiten dürfen. „Investitionsslots“ gibt es nur noch für Anleihen, obwohl die Luft da aus Rendite-Gründen geradezu schwindelerregend dünn ist.
In der Rangliste der relativ größten Käufe steht ein ETF auf ultrakurzfristige Staatsanleihen ganz oben. Das Papier ist ein Platzhalter, bestenfalls geeignet, um negative Zinsen zu umgehen. Als Renditebringer taugt das Papier, das im laufenden Jahr 0,22 Prozent Rendite erbrachte und zuvor 0,15 und 0,55 Prozent, wirklich nicht. Wie auch, im Index sind französische und deutsche Staatsanleihen vorherrschend. Warum kaufen Depotmanager solche Papiere? Wir können nur spekulieren. Sind in zinslosen Zeiten schon 0,22 Prozent Rendite genügend? Immerhin: Die Gefahr, bei einer Zinswende viel Geld zu verlieren, besteht hier nicht.
Auch in der Rangliste der absolut größten Käufe steht eine Anleihe vorne. Es ist eine Schuldverschreibung der französischen RCI Bank, die am 15.9. kommt. Die Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren und zahlt dafür 0,5 Prozent Zinsen pro Jahr. Für eine Staatsanleihe aus Frankreich oder Deutschland wäre dieser Zins nicht zu erreichen.
Unter den meistgekauften Aktien der vergangenen Woche scheint uns die der U-blox Holding AG interessant. Auf onvista.de heißt es zum Unternehmen: „Die U-blox Holding AG ist eine global tätige Unternehmensgruppe, die Halbleiterbausteine, Module, Software und Lösungen für elektronische Positionierungssysteme und drahtlose Kommunikation anbietet. (…) Ergänzend bietet U-blox zahlreiche Servicedienstleistungen für ihre GPS und Wireless-Produkte wie auch Softwaresupport und technische Hilfsportale an. (…) u-blox erwartet für 2016 unverändert ein EBIT zwischen CHF 56 – 60 Millionen auf Basis von leicht geänderten Umsatzprognosen zwischen CF 375 – 385 Millionen.“

