Der gesamte Kauf­um­satz in der Berichts­wo­che von 15,37 Mio. Euro split­tete sich auf in Aktien (1,81 Mio. Euro), Anlei­hen (5,15) und Fonds (8,40). Zer­ti­fi­kate oder gene­rell Deri­vate fan­den in der Berichts­wo­che unter den von uns erfass­ten Ver­wal­tun­gen keine Käu­fer. Gehen wir zunächst kurz auf die Akti­en­käufe ein, die sich wie­der auf die USA und die Kern­märkte Euro­pas beschränk­ten.

Die ers­ten Fünf im Ran­king der Top­käufe gemäß Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men waren: Bucher; Alstom; Veo­lia Eniv­ron­ne­ment; United Par­cel; Pep­siCo. Obwohl die Beträge, die inves­tiert wur­den, gar nicht so gering waren, gelang kei­ner der Trans­ak­tio­nen der Sprung unter die first five der Top-​​Käufe.

Das liegt zum einen daran, dass die Depots, in die sie genom­men wur­den, zu den grö­ße­ren zäh­len. Daher reichte es dann auch nicht in das rela­tive Top-​​Ranking. Zum ande­ren liegt es daran, dass der Kauf­um­satz bei den topplat­zier­ten Bonds und ETFs betrags­mä­ßig sehr hoch war.

Betrach­tet man die bei­den Rang­lis­ten der Top­käufe, dann fällt die starke Prä­senz von Aktien-​​ETFs auf. Wie wir unter der Rubrik „Märkte und Favo­ri­ten“ schon bemerkt haben, könnte der Umstand, dass Aktien-​​ETFs wesent­lich zu dem hohen Kauf­um­satz bei Fonds bei­tru­gen, dafür spre­chen, dass die Ver­mö­gens­ver­wal­ter wie­der mehr Ver­trauen in die Märkte der USA und Euro­pas gefasst haben. Aber wir sag­ten an besag­ter Stelle auch, dass diese Ver­mu­tung zu rela­ti­vie­ren sei, und wir wol­len hier hin­zu­fü­gen: auf Basis der Han­dels­da­ten der Berichts­wo­che. Dafür gibt es min­des­tens zwei Gründe.

Denn ers­tens wur­den die Inves­ti­tio­nen in Fonds von nur einer ein­zi­gen jener Ver­mö­gens­ver­wal­tun­gen getä­tigt, die ein grö­ße­res Depot ver­wal­ten. Das bedeu­tet also, dass die Fonds­käufe – jeden­falls in der Berichts­wo­che – nicht reprä­sen­ta­tiv für das Han­deln der ande­ren Ver­mö­gens­ver­wal­tun­gen sind. Ob sie reprä­sen­ta­tiv sind für das aktu­elle Den­ken der Ver­wal­ter, ist eine andere Frage. Denn Den­ken, im Sinne von „dar­über reflek­tie­ren“, „urtei­len“, „bereit sein“ ist nicht immer zugleich sicht­bare Inves­ti­ti­ons­ent­schei­dung, bezif­fer­ba­rer Han­del, regis­trier­ter Umsatz in der aktu­el­len Berichts­wo­che, son­dern zeigt sich in die­ser Hin­sicht erst in län­ge­rer Frist.

!cid_433C2417-976C-463B-80CA-C8BB5135C746@local

Der zweite Grund, der eine gewisse Reser­viert­heit gegen­über den brei­ten Märk­ten nahe­le­gen könnte, ist der Umstand, dass es sich bei den Aktien-​​ETFs in den Top-​​Käufe-​​Rankings größ­ten­teils um Strategie-​​Fonds han­delt. Die sind aber deut­lich wäh­le­ri­scher als kon­ven­tio­nelle ETFs – wie etwa der im rela­ti­ven Ran­king Dritt­plat­zierte (A0RGCK).

Wir haben diese Strategie-​​ETFs – die von der ein­schlä­gi­gen „Indus­trie“ häu­fig unter dem Brand Name „Smart Beta“ bewor­ben wer­den – auch schon frü­her, etwa in den letz­ten bei­den News­let­tern unter dem Abschnitt „Käufe“, bespro­chen. Teils kon­kret, teils vom Thema her. Blei­ben wir zunächst beim Thema, dann sind auch in der Berichts­wo­che zwei zu unter­schei­den: ETFs, die Indi­zes für Divi­den­den­werte nach­bil­den, und ETFs, die das Thema Vola­ti­li­tät „bear­bei­ten“. Die bei­den im rela­ti­ven Ran­king erst­plat­zier­ten ETFs auf Divi­den­den­werte (Europa: 263529; USA: A1JKS0) haben wir bereits in News­let­ter Nr. 28 (Woche vom 04.- 08. Juli) kom­men­tiert.

In die­sem NL 28 haben wir zudem unter der Rubrik „Ver­käufe“ Anga­ben zu der in jüngs­ter Ver­gan­gen­heit über­le­ge­nen Per­for­mance der bei­den ETFs gemacht, so dass der inter­es­sierte Leser dort nach­schauen kann. Und im News­let­ter Nr. 29 (11. – 15. Juli) gin­gen wir kurz auf einen rela­tiv kom­ple­xen Volatilitäts-​​ETF ein, der die Schwan­kun­gen des S&P 500 aus­mün­zen möchte. Der bei den abso­lu­ten Käu­fen zweit­plat­zierte ETF (A1J783) geht das Vola­ti­li­täts­thema gleich­falls an, aber ganz anders und weni­ger kom­plex, näm­lich ähn­lich wie Dividenden-​​ETFs: hier wer­den im Index nur gerin­ger schwan­ken­den Werte selek­tiert, da von ihnen lang­fris­tig höhere Erträge erwar­tet wer­den. Alles in allem zeigt die Ten­denz der letz­ten Wochen, dass die Nei­gung, in (Smart-​​Beta-​​) ETFs zu inves­tie­ren, die Mehr­er­träge über kon­ven­tio­nelle Indi­zes hin­aus ver­spre­chen, zuge­nom­men hat.