Aktien tru­gen in der Berichts­wo­che rund drei Vier­tel des Kauf­um­sat­zes. Zwei Ver­mö­gens­ver­wal­tun­gen inves­tier­ten in Bayer-​​Aktien, die auch die Rang­liste der Wertpapier-​​Topkäufe wie dann natür­lich auch der Aktien-​​Topkäufe anführ­ten. Im Akti­en­ran­king folg­ten dann: Chris­tian Dior, SES, Dia­log Semi­con­duc­tor und Ratheon.

In unse­ren Kauf– und Favo­ri­ten­lis­ten der letz­ten Monate tauchte immer mal wie­der die Aktie des Luxus­gü­ter­kon­zerns LVMH Moet Hen­nessy Louis Vuit­ton auf. Eng ver­knüpft mit LVMH ist die Hol­ding­ge­sell­schaft Chris­tian Dior SE, der neben Chris­tian Dior Cou­ture seit 1989 die Akti­en­mehr­heit von LVMH gehört. In der Berichts­wo­che schaffte es ein Kauf von Aktien die­ser in Paris ansäs­si­gen Hol­ding in beide Rang­lis­ten der first-​​five-​​Topkäufe.

Grund dafür ist ein Invest­ment einer Ver­mö­gens­ver­wal­tung, die im Süd­wes­ten unse­res Erfas­sungs­ge­biets behei­ma­tet ist. Der Kurs der Aktie hat sich in den letz­ten Mona­ten von rund 167 auf 145 Euro am 1. Juni nach unten bewegt.

Die Kurs­rück­gänge erach­te­ten Anle­ger ver­mehrt als güns­tige Ein­stiegs­mög­lich­keit. Ebenso sah es die von uns erfasste Ver­wal­tung am 2. Juni, als sie bei einem Preis von 146,75 Euro pro Aktie zugriff. Seit­her ist der Kurs wie­der auf 151 Euro (7. Juni) gestie­gen.

Die Dia­log Semi­con­duc­tor plc., die ihren Haupt­sitz in Rea­ding hat, stellt u.a. Chips für Smart­pho­nes und Tablet-​​PCs her. Der Kurs der Aktie hat seit letz­ten Som­mer kräf­tig nach­ge­ge­ben. Im Juli 2015 notierte er bei über 53 Euro, und fiel dann bis Februar 2016 auf unter 25 Euro.

Bis 13. April ging es wie­der annä­hernd auf 36 Euro hoch, einen Monat spä­ter lag der Kurs wie­der bei unter 26 Euro. Aktu­ell steht er bei knapp 29 Euro.

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Dem Abwärts­trend ent­spre­chend redu­zier­ten die Ana­lys­ten ihre Erwar­tun­gen. Der Kurs­ein­bruch im Mai war die Reak­tion auf die War­nung des Unter­neh­mens vor einem mög­li­chen Umsatz­rück­gang.

Dia­log Semi­con­duc­tor ist als Zulie­fe­rer von Apple aller­dings rela­tiv stark vom Erfolg des iPhone-​​Herstellers abhän­gig. Dem­ent­spre­chend ist die Kor­re­la­tion mit der Apple-​​Aktie rela­tiv aus­ge­prägt.

Die erste Frage, die sich Anle­ger der­zeit stel­len, lau­tet aber: Wei­tere Tal­fahrt oder anhal­tende Erho­lung der Aktie und daher güns­tige Ein­stiegs­ge­le­gen­heit bei Dia­log. Berichte über Insi­der­käufe der Mana­ger Wis­sam Jabre und Eamonn O‘Hare Anfang Mai mögen zwar die Kurs­phan­ta­sien ange­regt haben.

Gleich­wohl gibt es unter Ana­lys­ten der­zeit bei der Bewer­tung der Aktie kei­nen Kon­sens. Die Baa­der Bank etwa sieht in begrenz­ten Inno­va­tio­nen beim iPhone auch eine Begren­zung der Chan­cen des Apple-​​Zulieferers in die­sem Jahr. Ent­spre­chend senkte die Bank soeben das Kurs­ziel von 35 auf 29 Euro, beließ aber die Ein­stu­fung bei „Hold“.

Anders Kars­ten Ilt­gen vom Bank­haus Lampe. Er sprach mit dem Finanz­vor­stand von Dia­log. Und „nomen est omen“ scheint auch hier zu gel­ten, denn der Vor­stand war anschei­nend bered­sam genug, um den Ana­lys­ten für posi­tive Aus­sich­ten im lau­fen­den Jahr und ins­be­son­dere für 2017 zu gewin­nen. Ilt­gen ratete „Kau­fen“ und beließ das Kurs­ziel bei 36 Euro.

In sei­nem Markt welt­weit füh­rend ist das amerikanisch-​​irische Medizintechnik-​​Unternehmen Med­t­ro­nic Inc., das auf Herz­schritt­ma­cher, Herz­mo­ni­tore, Kathe­ter, Medi­ka­men­ten­pum­pen­sys­teme, mini­mal­in­va­sive und Gefäß­the­ra­pie spe­zia­li­siert ist.

Mit sei­ner Posi­tio­nie­ring rund ums Herz ist der Medi­zin­tech­ni­ker gut auf­ge­stellt, um aus der Alte­rung vie­ler Gesell­schaf­ten nach­hal­ti­gen Pro­fit zu schla­gen. Denn man setzt bewusst auf das Thema „alters­be­dingte Krankheiten“.Das sollte der Aktie lang­fris­tig hel­fen.

Kurz­fris­tig ent­wi­ckelte sie sich schon ein­mal erfreu­lich: seit März ist der Kurs von unter 66 Euro auf nun­mehr 74 Euro ange­stie­gen.