Anlei­hen vor !

Auf Platz eins der rela­tiv stärks­ten Käufe steht eine  Anleihe, die zum Zeit­punkt des Kaufs immer­hin 2,38 Pro­zent des gesam­ten Depot­vo­lu­mens aus­machte. Die Anleihe ist pro­to­ty­pisch für den Trend „Pro Schwellenländer-​​Anleihen“.

Der Schuld­ner die­ses Papiers ist die Tele­fon­ge­sell­schaft der Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­rate, von Moo­dys auf ein gutes Aa3 (im Investmentgrade-​​Bereich) gera­tet. Die Emi­ra­tes Telecom­mu­ni­ca­ti­ons haben das Papier 2014 emit­tiert und damit 1,2 Mrd. Euro auf­ge­nom­men. Bei einem Kupon von 1,75 Pro­zent und einer Rest­lauf­zeit von knapp fünf Jah­ren errech­net sich bei einem Kurs von 103 eine Ren­dite auf End­fäl­lig­keit von ziem­lich genau einem Pro­zent pro Jahr.

Inter­es­sant, dass die Anleihe im Kurs in den letz­ten fünf Mona­ten um immer­hin fast fünf Pro­zent zule­gen konnte. Gut mög­lich, dass in den fol­gen­den Mona­ten noch einige Pro­zent­pünkt­chen dazu kom­men. Inter­es­sant für man­che wohl auch, dass (natür­lich) kein Quel­len­steu­er­ab­zug erfolgt und des­we­gen zumin­dest ein Stun­dungs­ge­winn für die Steu­ern bleibt.

Eine ganz ähn­li­che Anleihe stellt die von Hut­chi­son Wham­poa (Wkn A1ZRRY) dar. Der chi­ne­si­sche Misch­kon­zern, der welt­weit mehr als 220.000 Mit­ar­bei­ter beschäf­tigt, wird von Moo­dys mit einem Ba3 gera­tet. Mit einer Anleihe, die eben­falls noch etwa fünf Jahre Rest­lauf­zeit hat und auf eine Ren­dite von knapp über einem Pro­zent ver­wei­sen kann, haben Eigen­tü­mer in den ver­gan­ge­nen Mona­ten nicht nur Stück­zin­sen son­dern auch Kurs­ge­winne erzielt. Auch bei die­ser Anleihe gibt es noch Kurs­phan­ta­sie.

2016 Kr

 

Im Akti­en­be­reich hiel­ten sich die Ver­wal­ter bei Emer­ging Mar­ket Aktien deut­lich zurück. Wir sahen in der ver­gan­ge­nen Woche kei­nen klar dem Schwellenland-​​Bereich zuord­nen­ba­ren Akti­en­kauf. Meist kauf­ten (und ver­kauf­ten) die Ver­wal­ter Ein­zel­ti­tel aus Deutsch­land, Europa und den USA. In Bezug auf Deutsch­land sahen wir Erste-​​Reihe-​​Titel von Daim­ler über Hen­kel, Infi­neon, Munic Re bis zur schon erwähn­ten SAP. Aus den USA fiel ins­be­son­dere John­son und John­son auf, die gleich von meh­re­ren Ver­wal­tern geor­dert wurde.

John­son & John­son ist lt. onvista​.de „ein inter­na­tio­nal täti­ger Her­stel­ler und Anbie­ter von Health-​​Care-​​Produkten. Das Unter­neh­men offe­riert eine umfang­rei­che Pro­dukt­pa­lette an Mar­ken­pro­duk­ten wie Penaten, Johnson’s oder Neu­tro­gena, Bebé, Lis­te­rine und Care­free. Zum Port­fo­lio gehö­ren sowohl ver­schrei­bungs­pflich­tige wie auch frei erhält­li­che Prä­pa­rate, dar­un­ter Wirk­stoffe gegen Pilz­in­fek­tio­nen, Augen­trop­fen, Schmerz­mit­tel und Kon­takt­lin­sen. Durch die Über­nahme des Schwei­zer  Medi­zin­tech­nik­un­ter­neh­mens Syn­thes ist das Unter­neh­men außer­dem ver­stärkt auf dem Orthopädie-​​Markt tätig.

Wei­tere durch Akqui­si­tio­nen aus­ge­baute Geschäfts­fel­der sind die Dia­be­tes­for­schung, Kar­dio­lo­gie sowie Krank­hei­ten wie Schup­pen­flechte und Rheuma. Der Kurs von John­son und John­son konnte inner­halb des letz­ten Jah­res um 10 und inner­halb der letz­ten fünf Jahre um 100 Pro­zent zule­gen. Die Bewer­tungs­kenn­zah­len mit einer Divi­den­den­ren­dite von etwa 2,5 Pro­zent und einem KGV von 17 sehen in Ord­nung (aber nicht son­der­lich attrak­tiv) aus.