Betrach­tet man zunächst noch­mals das Umsatz­vo­lu­men, dann wur­den die von uns erfass­ten Käufe in der Berichts­wo­che deut­lich von Anlei­hen ange­führt, in die ins­ge­samt über 9,8 Euro inves­tiert wur­den, gefolgt von Aktien (2,2 Mio. Euro) und Fonds (1,84).

Wie bereits im Abschnitt über „Märkte“ ange­deu­tet, waren in der Berichts­wo­che über­wie­gend Unter­neh­mens­an­lei­hen gesucht. Gleich­wohl waren auch einige Staats­an­lei­hen gefragt, wie die Top-​​Kaufliste gemäß Depot­vo­lu­men zeigt. Anteile der dritt­plat­zier­ten zehn­jäh­ri­gen Irland­an­leihe wur­den von einer Ver­mö­gens­ver­wal­tung ganz „ofen­frisch“ ins Depot genom­men – Emis­si­ons­da­tum war der 14.1.2016. Die Iren, die vor fünf Jah­ren noch 15% ver­spre­chen muss­ten, um genü­gend Anle­ger zu locken, zah­len zwi­schen­zeit­lich nur noch knau­se­rige 1%. Mit den drei Mil­li­ar­den Euro, die sie mit die­ser Emis­sion ein­ge­nom­men haben, soll laut Stutt­gar­ter Börse bereits der größte Teil des Kre­dit­be­darfs für 2016 gedeckt sein. Das eine Pro­zent ist auch der „Preis“ für die unter Exper­ten ver­brei­tete Erwar­tung, dass Irland in die­sem Jahr zum drit­ten Mal in Folge das am schnells­ten wach­sende Land der Euro-​​Zone sein wird. Davon ist Ita­lien noch ein Stück weit ent­fernt. Die viert– und fünft­plat­zier­ten Ita­li­en­an­lei­hen (siehe Ran­king gemäß Depot­vo­lu­men) ren­tie­ren aktu­ell mit 0,887% (11 – 22, A1GU24) und 0,749% (06 – 21, A0GMTQ).

Die am 22.03.2013 emit­tierte RCI-​​Banque-​​Anleihe mit fünf­jäh­ri­ger Lauf­zeit ren­tiert aktu­ell mit 1,657%. Eine Ver­mö­gens­ver­wal­tung hat in der Berichts­wo­che allein über drei Mil­lio­nen Euro in die­ses Bank­pa­pier inves­tiert und dar­über hin­aus auch in eine Reihe wei­te­rer Bank­an­lei­hen mit unter­schied­li­chen Ratings und Lauf­zei­ten zwi­schen 2 und 5 Jah­ren. Dar­un­ter waren u.a.: Bank of China (A1Z3RD), Gold­man Sachs (A1Z6FP), Rabo­bank (A1Z7R1).

Top-Käufe, Gewicht

Bei den Akti­en­käu­fen in der Berichts­wo­che war die größte Ein­zel­in­ves­ti­tion der im Ran­king der Kauf­vo­lu­mina zweit­plat­zierte Erwerb von Continental-​​Aktien im Wert von über einer Mil­lion Euro. Nach dem Kurs­ver­fall seit Weih­nach­ten 2015 von 227 Euro auf 190 Euro vor eini­gen Tagen (aktu­ell 194) könn­ten sich wie­der Ein­stiegs­ge­le­gen­hei­ten erge­ben. Maxi­mi­lian Völkl (Der Aktio­när) schrieb jüngst (14.1.): „Lang­fris­tig ist Conti für poten­zi­elle Mega­trends wie dem auto­no­men Fah­ren gut auf­ge­stellt. Im schwa­chen Markt­um­feld hat der Kon­zern aber trotz zuletzt star­ker Geschäfte zu kämp­fen. Ein Rück­set­zer in den Bereich von 180 Euro ist mög­lich. Dort soll­ten Anle­ger ein ers­tes Kauf– bezie­hungs­weise Nach­kau­fli­mit plat­zie­ren. Inves­tierte Tra­der beach­ten wei­ter­hin den Stopp bei 195 Euro.“ Aus­ge­spro­chen opti­mis­tisch ist die Ein­schät­zung von Chris­tian Lud­wig vom Bank­haus Lampe. Er belässt das Kurs­ziel bei 250 Euro und ratet mit „Buy“. Der Grund: die Zah­len seien 2015 bes­ser gewe­sen als erwar­tet; des­halb zähle er Con­ti­nen­tal wei­ter­hin zu sei­nen Bran­chen­fa­vo­ri­ten.

Atlas Copco AB schaffte es ins Ran­king der Aktien-​​Monatsfavoriten und auf den ers­ten und fünf­ten Platz im rela­ti­ven Kauf­ran­king. Der schwe­di­sche Maschi­nen­bauer ist auf Druck­luft­an­la­gen, Gas­kom­pres­so­ren und Gene­ra­to­ren sowie Geräte für Bau und Berg­bau spe­zia­li­siert. Für 2015 wird die Divi­den­den­ren­dite mit 3,31 % ange­ge­ben. Häu­fig rücken schwe­di­sche Unter­neh­men erst bei der Suche nach mehr Sicher­heit in den Fokus, wobei Atlas Copco von den jüngs­ten Kurs­rück­gän­gen nicht ver­schont blieb. Nach Anga­ben von Jamal Gen­ner (sleek​mo​nex​.com) haben von 13 Ana­lys­ten, die die Aktie in letz­ter Zeit bewer­te­ten, fünf für „Sell“, vier für „Hold“ und vier für „Buy“ plä­diert.