ADM: Auf das neue Potenzial setzen
In der Rangliste der relativ größten Käufe, also der Käufe, die den größten Anteil im Depot ausmachen, steht der US-Landwirtschaftsriese Archer Daniels Midland ganz oben. Vor einigen Monaten schon wurde der Wert von den Vermögensverwaltern stark nachgefragt, als bekannt wurde, das ADM in über 80 Jahren durchgängig Dividenden gezahlt hat. Die solide (Sach-)Wertbasis wird begleitet von einer Phantasie-Komponente – dem möglichen Kick im Geschäftsmodell: Seit einigen Jahren investiert ADM riesige Summen in die Produktion von Ethanol und Biodiesel, eröffnet damit neben der Lebensmittelproduktion ein Geschäftsfeld, dass etwa in Deutschland – siehe Verbio – gerade hervorragend als Kurstreiber funktioniert.
Hintergrund:
„Die Archer Daniels Midland Company (ADM) mit Sitz in Chicago, Illinois betreibt mehr als 270 Produktionsstätten weltweit, in denen Getreide und Ölsaaten zu verschiedenen Produkten verarbeitet werden, die in Lebensmitteln, Getränken, Industrieprodukten und Futtermitteln weltweit eingesetzt werden. ADM ist einer der größten Verarbeiter von Sojaschrot, Sojaöl, Palmöl, Ethanol, Fructosesirup und Backmehlen. Europazentrale ist Rolle in der Nähe von Genf. 
Das Unternehmen betreibt in Deutschland Ölmühlen in Hamburg-Heimfeld (Noblee & Thoerl GmbH), Mainz (Soya Mainz) Kleve (Ölwerke Spyck) und Straubing(Ölsaatenverarbeitung). Darüber hinaus gibt es in Deutschland Biodieselwerke der ADM in Hamburg, Leer und Mainz. 2009 übernahm ADM die Schokinag in Mannheim. ADM bietet auch Dienstleistungen im Lagern und Transport von landwirtschaftlichen Produkten an. Zu den Geschäftsbereichen der Firma zählen: ADM Kakao, ADM Corn Processing, ADM Food Additives, ADM Lecithin, ADM Milling, ADM Monoglycerides, ADMVitamin E, ADM Protein Specialties, ADM Food Oils.“ (Wikipedia).
Ein Schweizer Haus hat eine Position in Linde eröffnet. Ähnlich wie BASF und Bayer gilt Linde vielen Verwaltern als ein Wert, der taktisches Potenzial hat, also kurz– und mittelfristig überdurchschnittlich zulegen könnte. Wie bei den Chemie– und Pharmaunternehmen wirkt, gemessen an seinen realen Unternehmensergebnissen, der Kursrückschlag des Gaseherstellers wie ein Overshooting. Da setzen viele auf eine Korrektur.
Im Anleihenbereich, der vergleichsweise stark vertreten ist, landet die schon erwähnte EBAY-Anleihe weit oben. Das Papier, das vor rund einem Monat emittiert wurde, hat seitdem im Kurs um gut einen Prozent zugelegt. Umgekehrt ist die Rendite auf 1,6 Prozent gesunken. Man hofft, dass nach zuletzt eher durchwachsenen Zahlen die Unternehmensstimmung ins Positive wechselt und dann noch mehr Triebkraft für den Kurs entfaltet.
