ADM: Auf das neue Poten­zial set­zen

In der Rang­liste der rela­tiv größ­ten Käufe, also der Käufe, die den größ­ten Anteil im Depot aus­ma­chen, steht der US-​​Landwirtschaftsriese Archer Dani­els Mid­land ganz oben. Vor eini­gen Mona­ten schon wurde der Wert von den Ver­mö­gens­ver­wal­tern stark nach­ge­fragt, als bekannt wurde, das ADM in über 80 Jah­ren  durch­gän­gig Divi­den­den gezahlt hat. Die solide (Sach-)Wertbasis wird beglei­tet von einer Phantasie-​​Komponente – dem mög­li­chen Kick im Geschäfts­mo­dell: Seit eini­gen Jah­ren inves­tiert ADM rie­sige Sum­men in die Pro­duk­tion von Etha­nol und Bio­die­sel, eröff­net damit neben der Lebens­mit­tel­pro­duk­tion ein Geschäfts­feld, dass etwa in Deutsch­land – siehe Ver­bio – gerade her­vor­ra­gend als Kur­s­trei­ber funk­tio­niert.

Hin­ter­grund:

Die Archer Dani­els Mid­land Com­pany (ADM) mit Sitz in Chi­cago, Illi­nois betreibt mehr als 270 Pro­duk­ti­ons­stät­ten welt­weit, in denen Getreide und Ölsaa­ten zu ver­schie­de­nen Pro­duk­ten ver­ar­bei­tet wer­den, die in Lebens­mit­teln, Geträn­ken, Indus­trie­pro­duk­ten und Fut­ter­mit­teln welt­weit ein­ge­setzt wer­den. ADM ist einer der größ­ten Ver­ar­bei­ter von Soja­schrot, Sojaöl, Palmöl, Etha­nol, Fruc­to­se­si­rup und Back­meh­len. Euro­pa­zen­trale ist Rolle in der Nähe von Genf. 2016 05 rel k

Das Unter­neh­men betreibt in Deutsch­land Ölmüh­len in Hamburg-​​Heimfeld (Noblee & Thoerl GmbH), Mainz (Soya Mainz) Kleve (Ölwerke Spyck) und Straubing(Ölsaatenverarbeitung). Dar­über hin­aus gibt es in Deutsch­land Bio­die­sel­werke der ADM in Ham­burg, Leer und Mainz. 2009 über­nahm ADM die Scho­ki­nag in Mann­heim. ADM bie­tet auch Dienst­leis­tun­gen im Lagern und Trans­port von land­wirt­schaft­li­chen Pro­duk­ten an. Zu den Geschäfts­be­rei­chen der Firma zäh­len: ADM Kakao, ADM Corn Pro­ces­sing, ADM Food Addi­ti­ves, ADM Lecit­hin, ADM Mil­ling, ADM Mono­gly­ce­ri­des, ADM­Vit­amin E, ADM Pro­tein Spe­cial­ties, ADM Food Oils.“ (Wiki­pe­dia).

Ein Schwei­zer Haus hat eine Posi­tion in Linde eröff­net. Ähn­lich wie BASF und Bayer gilt Linde vie­len Ver­wal­tern als ein Wert, der tak­ti­sches Poten­zial hat, also kurz– und mit­tel­fris­tig über­durch­schnitt­lich zule­gen könnte. Wie bei den Che­mie– und Phar­ma­un­ter­neh­men wirkt, gemes­sen an sei­nen rea­len Unter­neh­mens­er­geb­nis­sen, der Kurs­rück­schlag des Gase­her­stel­lers wie ein Over­shoo­ting. Da set­zen viele auf eine Kor­rek­tur.

 

Im Anlei­hen­be­reich, der ver­gleichs­weise stark ver­tre­ten ist, lan­det die schon erwähnte EBAY-​​Anleihe weit oben. Das Papier, das vor rund einem Monat emit­tiert wurde, hat seit­dem im Kurs um gut einen Pro­zent zuge­legt. Umge­kehrt ist die Ren­dite auf 1,6 Pro­zent gesun­ken. Man hofft, dass nach zuletzt eher durch­wach­se­nen Zah­len die Unter­neh­mens­stim­mung ins Posi­tive wech­selt und dann noch mehr Trieb­kraft für den Kurs ent­fal­tet.