Eine Vermögensverwaltung aus dem Rhein-Main-Gebiet hat in der Berichtswoche mehrfach Aktien des französischen IT-Dienstleisters Atos im Gesamtwert von 440.000 Euro ins Depot genommen. Das reichte dann in der Summe für den Bronze-Rang in unserem Ranking der Top-Käufe gemäß Umsatzgröße. Atos S.A. gilt nach der 2011 erfolgten Übernahme der Siemens IT Solutions and Services GmbH mit rund 100.000 Mitarbeitern in 72 Ländern als einer der weltweit größten Anbieter in diesem Technologiesegment. Hauptgeschäftsfelder sind: Zahlungstransaktionen, Beratungs– und Technologie-Services, Systemintegration, Outsourcing-Dienstleistungen, sowie Cloud-, Big-Data– und Sicherheitslösungen. Atos konnte 2015 seinen Pro-Forma-Umsatz um 18 Prozent auf 11 Milliarden Euro steigern, ebenso die Umsatzrendite von 7,1% auf 8,3%. Die am 24. 6. auszubezahlende Dividende für das Jahr 2015 wird 1,10 Euro pro Aktie betragen, was gegenüber den 0,80 Euro im Vorjahr eine Erhöhung um 38 Prozent bedeutet. Trotz dieser Steigerung ist die Aktie bei einer Dividendenrendite von rund 1,4% kein Dividendentitel. Beeindruckender der Kursanstieg – unter anderem nach Bekanntgabe der Unternehmenszahlen und weiterer guter Aussichten im Februar – von 63 Euro auf 78 Euro aktuell. Ob aber hier noch weiteres Potenzial besteht? Die Aktie gilt gegenwärtig als nur leicht unterbewertet.
Ein Haus, das gleichfalls im Hessischen seinen Hauptsitz hat, hat in der Berichtswoche SES-Aktien favorisiert. Das hievte die betreffende Transaktion in unserem Volumenranking bei den Topkäufen auf den nur bei Olympischen Spielen undankbaren vierten Platz – denn wir berücksichtigen immerhin die first five. Das in Luxemburg auf Schloss Betzdorf residierende Unternehmen SES verdient sein Geld mit Satelliten. Das geht auch aus dem ausgeschriebenen Firmennamen „Société Européenne des Satellites“ hervor. SES ist eine Managementholding, die über Beteiligungen an Satelliten-Betreibergesellschaften global präsent ist. Abnehmer der Leistungen, die SES zur Verfügung stellt, sind Rundfunk– und Fernsehgesellschaften, Regierungsorganisationen und Telekommunikationsunternehmen. Die weltweit verteilte geostationäre Satellitenflotte umfasste Ende 2015 52 Satelliten. Damit könnten im Prinzip 99 % der Weltbevölkerung erreicht werden, wenn diese es wollten. Der Weg bis dahin dürfte aber noch weit sein, wenn auch SES den Umsatz 2015 um 5% auf zwei Milliarden Euro steigern konnte. Der Kurs der Aktie hat sich seit Februar zunächst erholt, um dann in der Berichtswoche nachzugeben. Das Papier gilt vielen Analysten im Hinblick auf das langfristige Wachstumspotenzial als stark unterbewertet. Auch 2016 rechnet der Konzern mit einer weiteren Umsatzsteigerung; dafür sollen sieben neue Satelliten in den Orbit geschickt werden. Für 2015 hält man an einer relativ hohen Dividende von 1,3 Euro / Aktie fest, was einer Dividendenrendite von über 5% entspricht.
Wenn irgendwo auf der Welt Sicherheit groß geschrieben wird, dann dürfte es nach landläufiger Vorstellung wohl in Schweden sein: Ausbau umfassender sozialer Sicherungssysteme; die Herstellung der ersten Sicherheitsautos; Vorreiter der Safe-Community-Bewegung – um nur einige Facetten der in Schwedens großgeschriebenen Sicherheit zu nennen. „Kein Wunder also“ könnte man daher in Anbetracht des Umstandes sagen, dass sich mit Assa-Abloy ein schwedisches Unternehmen, das Schließlösungen und Sicherheitssysteme anbietet, in vielen Regionen der Welt als Marktführer etablieren konnte. Eine von uns erfasste Vermögensverwaltung hat in der Berichtswoche über 110.000 Euro in die Aktie von Assa-Abloy investiert, was 2,54% des betreffenden Depots ausmacht und der Transaktion den fünften Platz im Ranking gemäß Depotgewicht einbrachte.

