Die Käufe der Berichts­wo­che belie­fen sich auf ein Gesamt­vo­lu­men von 12,22 Mio. Euro, das waren nicht ganz zwei Drit­tel des Gesamt­um­sat­zes. Wir regis­trier­ten knapp drei­mal so viele Käufe wie Ver­käufe. Bei den Käu­fen ent­fiel der größte Teil der Trans­ak­tio­nen auf Aktien, in deut­li­chem Abstand gefolgt von Fonds und Anlei­hen.

Bei den Aktien war die größte Trans­ak­tion mit knapp über einer drei­vier­tel Mil­lion Euro die Inves­ti­tion in das Papier der Swatch Group. Im Ran­king der Wert­pa­pier­käufe gemäß Volu­men war der Kauf viert­plat­ziert. Betrach­tet man nur das Ran­king der Aktien nach Umsatz­größe, denn sind die ande­ren first five: Zurich Finan­cial (2); Atlas Copco (3); Car­re­four (4); UBS (5). Wie üblich beschränk­ten sich die Aktien-​​Käufe auf euro­päi­sche und nord­ame­ri­ka­ni­sche Unter­neh­men über­wie­gend der ers­ten Reihe, wobei die Bran­chen bunt gemischt waren.

Wäh­rend die Akti­en­käufe durch die Europa– und USA-​​Zentrierung einen Quer­schnitt durch eine moderne „Volks­wirt­schaft“ reprä­sen­tie­ren, war dies in der Berichts­wo­che bei den Anlei­hen und Fonds weni­ger der Fall. Es domi­nier­ten Schwellenländer-​​Papiere gerade in den Volumen-​​Rankings. Schwel­len­län­der stan­den eine Zeit lang – als die Finanz­krise die west­li­che Welt tief erschüt­terte und China sowie wei­tere Emer­ging Mar­kets sich als Loko­mo­ti­ven der Welt­wirt­schaft betä­tig­ten – hoch im Kurs. Kurs­rück­gänge von Anlei­hen und Aktien aus Schwel­len­län­dern in den letz­ten Jah­ren führ­ten jedoch dazu, dass viele Anle­ger ihr Kapi­tal wie­der abzo­gen. Der Hype war einer gewis­sen Ernüch­te­rung gewi­chen. Große Han­dels­bi­lanz­de­fi­zite, gefal­lene Roh­stoff­preise, dar­aus fol­gen­der Druck auf die loka­len Wäh­run­gen sowie zuletzt die Zins­an­he­bung der US-​​Notenbank und damit ver­bun­dene Angst-​​Phantasien setz­ten den eins­ti­gen Hoff­nungs­trä­gern kräf­tig zu. In den letz­ten Mona­ten hat sich der Wind wie­der zuguns­ten der Schwel­len­län­der gedreht: die Kurse von Anlei­hen und Aktien zogen wie­der an. 16_Käufe_Depotgewicht

Nicht uner­heb­lich trug dazu der Stopp des Abwärts­trends beim Ölpreis bzw. des­sen Anstieg bei. Aber auch bei ande­ren Roh­stof­fen, auf denen wesent­lich die Wirt­schafts­kraft von Schwel­len­län­dern beruht, stie­gen die Preise. Auf­grund des­sen, einer wei­ter­hin locke­ren Geld­po­li­tik und den höhe­ren Zin­sen in Schwel­len­län­der sind diese gegen­wär­tig wie­der attrak­ti­ver für Anle­ger gewor­den. Nach einer Schät­zung des Insti­tute of Inter­na­tio­nal Finance flos­sen Schwel­len­län­dern im Monat März ins­ge­samt 37 Mil­li­ar­den Dol­lar zu. Gefragt waren Anlei­hen, Aktien und Fonds /​ETFs. Letz­tere seien ins­be­son­dere bei Pri­vat­an­le­gern aus Europa beliebt. Aller­dings dür­fen dabei die Risi­ken nicht über­se­hen wer­den, zumal der poli­ti­sche Fak­tor in der Regel schwer bere­chen­bar ist. Auch zeigt gerade das jüngste Tref­fen der OPEC, dass Koor­di­na­tion bei der Preis­ge­stal­tung unter zum Teil zer­strit­te­nen Staa­ten ein schwie­ri­ges Unter­fan­gen ist. Mit star­ker Vola­ti­li­tät, die für Schwel­len­län­der typisch ist, ist also wei­ter­hin zu rech­nen.

 

Nichts­des­to­trotz waren in der Berichts­wo­che auch bei den von uns erfass­ten Ver­mö­gens­ver­wal­tun­gen Schwel­len­län­der gefragt. Betrach­ten wir nur das Anleihen-​​Ranking gemäß Umsatz­vo­lu­men, dann erge­ben sich an der Spitze fol­gende Tabel­len­plätze: Peru­sa­haan Gas (1); Bah­rein (2); Tür­kei (3); Deve­lop­ment Bank Kasachs­tan (4). Den höhe­ren Risi­ken ste­hen auch höhere Ren­di­ten gegen­über – was den Anreiz gerade für deut­sche Anle­ger aus­macht. Die Anleihe des größ­ten indo­ne­si­schen Gas­för­de­rers Peru­sa­haan Gas Negara ver­spricht gegen­wär­tig eine Ren­dite von 4,765 %. Der Bond des Königs­reichs Bah­rein ren­tiert gerade, nach­dem der Kurs seit Novem­ber stark abwärts gefah­ren ist, mit 6,225 %. Die Ren­dite der Türkei-​​Anleihe liegt jetzt bei 4 Pro­zent. Und für die Anleihe der CJSC Deve­lop­ment Bank Kasachs­tan errech­net sich eine Ren­dite von 6,55%.

Auch im Ran­king der Wert­pa­piere gemäß Kauf­vo­lu­men liegt ein Emerging-​​Markets-​​Fonds vorne, der in Bonds inves­tiert (DBX0AV).