Die Händ­ler hiel­ten sich bei einem Umsatz­vo­lu­men von 4,39 Mio. Euro mit Käu­fen in der Berichts­wo­che gene­rell zurück. Die Kauf­summe ver­teilte sich auf Fest­ver­zins­li­che (2,88 Mio. Euro), Aktien (0,64), Zer­ti­fi­kate (0,49) und Fonds (0,38). Die rei­nen Volu­men­an­ga­ben ver­zer­ren aber ein wenig die wirk­li­chen Kauf­ak­ti­vi­tä­ten. Denn im Hin­blick auf die Zahl der Trans­ak­tio­nen lagen Aktien ganz vorne, in grö­ße­rem Abstand gefolgt von Bonds – hier war pro Kauf die Inves­ti­ti­ons­summe rela­tiv hoch – und von Fonds.

Den­noch ist das Mus­ter klar: Fest­ver­zins­li­che mit begrenz­tem Risiko domi­nie­ren. Betrach­ten wir die Rang­liste der first five bei den Top­käu­fen gemäß Umsatz­größe, dann bie­tet sich ein Aus­schnitt des Spek­trums, in das die von uns erfass­ten Ver­wal­tun­gen inves­tier­ten. Eine typi­sche Hoch­si­cher­heits­an­leihe ist die bis 2019 lau­fende dritt­plat­zierte nie­der­län­di­sche Staats­an­leihe, die mit Aaa gera­tet ist: sie ren­tiert aktu­ell bei minus 0,425%. Auch die viert­plat­zierte Frankreich-​​Anleihe, die mit Aa2 bewer­tet wird, bringt es aktu­ell nur auf minus 0,319%. Im Gegen­satz dazu erscheint die erst­plat­zierte Anleihe des US-​​amerikanischen Kon­zerns „Inter­na­tio­nal Busi­ness Machi­nes“, die mit Aa3 gera­tet ist, mit einer Ren­dite von plus 1,95% gera­dezu als Gold­esel. Aller­dings besteht hier dann auch ein Wäh­rungs­ri­siko, denn die Emis­si­ons­wäh­rung ist USD.

Bei der viert­plat­zier­ten Index­an­leihe han­delt es sich um ein struk­tu­rier­tes Pro­dukt, das recht­lich aber unter die Kate­go­rie „Anleihe“ fällt. Basis­wert ist der Euro Stoxx 50. Der Basis­preis liegt in Höhe von 2.500 Punk­ten. Der Zins­satz beträgt 5,59%. Liegt der Index am Bewer­tungs­stich­tag (das ist der 10.2.2017) bei oder über 2.500 Punk­ten, wird am 17.2. 2017 der Nenn­be­trag pro Wert­pa­pier zurück­be­zahlt. Sofern der Index den Basis­preis unter­schrei­tet, wird Käufe, Gewicht

ein ent­spre­chend redu­zier­ter Wert zurück­ge­zahlt. Mit ande­ren Wor­ten: Über 2.500 Punkte wer­den stei­gende Kurse nicht berück­sich­tigt, fal­lende Kurse wer­den jedoch dem Anle­ger ange­rech­net, so dass das Maxi­mum der Rück­zah­lung der Nenn­wert ist. Das Deri­vat ist einer direk­ten Inves­ti­tion in den Basis­wert bei einem seit­wärts­lau­fen­den oder fal­len­den Markt über­le­gen.

 

Schauen wir noch kurz auf das hier tabel­la­risch nicht ange­führte Ran­king der Akti­en­käufe, dann war im Volu­men­ran­king Novar­tis ganz vorne, gefolgt von Schnei­der Elec­tric und die im SDax ent­hal­tene Zoo­plus AG. Zoo­plus ist ein in Europa füh­ren­der Online-​​Händler für den Tier­freund. Ange­bo­ten wer­den u.a.: Tier­fut­ter, Kratz­bäume für Kat­zen, Käfige und Hun­de­körbe. Zudem wer­den die Vor­teile des Inter­nets auch im Infor­ma­ti­ons­be­reich genutzt: e-​​Magazin zur Tier­hal­tung, Behand­lung von Tier­krank­hei­ten; Dis­kus­si­ons­fo­ren; Blogs. Zoo­plus pro­fi­tiert von dem Trend, im Inter­net ein­zu­kau­fen. Man konnte offen­bar euro­pa­weit zwei Mil­lio­nen neue Kun­den gewin­nen, auch dank eines hohen Marketing-​​Einsatzes von 10,8 Mil­lio­nen Euro. Das führte 2015 ins­ge­samt zu einer Stei­ge­rung des Umsat­zes um 31 Pro­zent auf 711 Mil­lio­nen Euro. Der Gewinn wuchs noch schnel­ler: näm­lich um 45 Pro­zent auf 12,7 Mio. Euro. Das war mehr, als vom Vor­stand als Erwar­tung kom­mu­ni­ziert wor­den war. Für das lau­fende Jahr möchte Zooplus-​​Chef Cor­ne­lius Patt den Umsatz auf min­des­tens 875 Mil­lio­nen Euro erhö­hen und den Vor­steu­er­ge­winn auf 14 bis 18 Mil­lio­nen Euro stei­gern. Ent­spre­chend scheint die Aktie von Zoo­plus die Ana­lys­ten der Bank­häu­ser zuneh­mend zu über­zeu­gen. Die Kurs­ziele wur­den suk­zes­sive ange­ho­ben und seit Beginn des Jah­res – als der Kurs auch der Zooplus-​​Aktie nach­gab – lie­gen die mitt­le­ren Kurs­ziele deut­lich über den tat­säch­li­chen Kur­sen