In der Karwoche, der Woche Nr. 13, fanden sich unter den Top Ten unseres Rankings gemäß Investitionssumme sieben Rentenpapiere: zwei spanische, zwei italienische und eine norwegische Staatsanleihe und dann noch zwei Unternehmensanleihen. Aktienkäufe fielen in der Woche vor Ostern beinahe vollständig aus. Ganz oben stand ein europäischer Renten-ETF (LYX0BK), in den eine Vermögensvewaltung aus dem Norden Deutschlands über 2 Mio. Euro steckte. Auf den zweiten Platz kam ein Discount-Zertifikat auf den Euro Stoxx 50, für den eine im Westen der Republik ansässige Verwaltung 1 Mio. Euro in die Hand nahm. In der Beschreibung des erstplatzierten Renten-ETFs heißt es: „Der Lyxor ETF EuroMTS 7-10Y ist ein OGAW I & III (UCITS I & III) konformer Investmentfonds, der den Anleiheindex EuroMTS 7-10Y nahezu eins zu eins abbildet. Der EuroMTS 7-10Y Index beeinhaltet Staatsanleihen von Mitgliedstaaten der Eurozone mit einer Laufzeit zwischen sieben und zehn Jahren.“ Die Länder mit den größten Anteilen sind gegenwärtig: Frankreich (26,6%); Italien (22%); Spanien (16,5%); Deutschland (15,6%); Belgien (5,2%). Der Index hat in den ersten beiden Monaten des Jahres 2016 um 3,08% zugelegt, und wies 2015 eine Wertentwicklung von 1,99% auf (2014 von 16,44%). Die EZB-Politik dürfte wohl – selbst wenn Herr Draghi kein Geld aus dem Hubschrauber auf uns runterschmeißt – hier noch eine Weile „Schützenhilfe“ leisten.
Kommen wir zur nachösterlichen Woche Nr. 14, von der wir in unserem Newsletter die first five der Topkäufe auch tabellarisch abbilden. Insgesamt springt gerade in der „absoluten“ Kaufliste der Woche eine gewisse Immobilienaffinität im Fondsbereich ins Auge, wie wir sie schon länger nicht mehr beobachtet haben. Da aber in dieser Woche nur eine Vermögensverwaltung mit größerem Depot an den – was die Zahl betrifft – insgesamt dann doch überschaubaren Fonds Gefallen fand, ist das Rätsel schnell gelöst: das besagte Haus, das an der wunderschönen blauen Donau residiert, investierte in dieser Produktklasse ausschließlich in ein Thema: Immobilien – Schwerpunkt Aktien. Ganz vorne lag bei den Absolutbeträgen der Käufe denn auch einer dieser Fonds: Der AXA WF Global Flexible Property I (H) EUR „strebt in USD gemessene Wertzuwächse an, indem er hauptsächlich in gelistete Aktien und Schuldinstrumente im globalen Immobilienuniversum investiert.“ Der Teilfonds wird aktiv und diskretionär, d.h. ohne feste Regelvorgaben, verwaltet. Auf diese Weise möchte man durch möglichst große Freiräume die Chancen nutzen, die sich u.a. aus Aktien, Anleihen, Vorzugsaktien und Wandelanleihen im Kontext des Immobilienbereichs ergeben. Topregionen sind USA (47%), Eurozone (24%) und Großbritannien (15,5%). Die laufenden Kosten werden mit 0,79% angegeben, die Wertentwicklung per annum für das laufende Jahr mit 1,8% (Morningstar.de).
Gleichfalls im „Immobilienuniversum“ sucht der drittplatzierte Fonds (A0HG14) von Invesco sein Glück bzw. sein Können zu beweisen, und zwar durch Aktieninvestments. Auch hier dominiert die Region „USA“ (55%), vor Japan (12%). Über die letzten drei Jahre konnte man eine Wertentwicklung von 3,36% p. a. und über die letzten 5 Jahre eine von 5,81% p.a. erzielen. Die laufenden Kosten werden hier mit 1,22% angegeben. Auch der viertplatzierte und der siebtplatzierte Fonds sind Immobilienaktienfonds.
Kommen wir am Schluss noch zum fünftplatzierten Top-Kauf gemäß Umsatzgröße, der zugleich erstplatzierter Top-Kauf der Woche Nr. 14 bei den Aktien war: Über den Schweizer Luxusgüterkonzern Ciè Financière Richemont schrieb jüngst die Schweizer Handelszeitung: „Richemont trifft eine überraschende Wahl für den Verwaltungsrat: Der bekannte US-Hacker Jeff Moss stösst zum Konzern. Sein Know-how hat ihm schon die Türe zum Weissen Haus geöffnet.“ Ob er auch den Schlüssel der Aktien zum Steigflug kennt? Jedenfalls war die Mehrheit der Analysten in den letzten Monaten schon mal überzeugt, dass die Aktie deutliches Kurssteigerungspotenzial hat.

