Future top
Ein Future auf den DAX zog in der Berichtswoche das meiste Geld auf sich. Ein Frankfurter Haus investierte immerhin rund 20 Prozent eines Depots in dieses Derivat. Das Depot mittlerer Größe würde damit selbstverständlich von einem Zwischenspurt des führenden deutschen Aktienindex stark profitieren. Die Wette passt ins Bild der gesamten Woche. Die Verwalter haben die Aufwärtsbewegung der vergangenen Wochen an der Börse genutzt und sind an den Aktienmarkt zurückgekehrt oder dabei es zu tun. Sie stützen damit den Aufschwung und verhelfen dem Markt zu weiterem Zuwachs. Natürlich ist keineswegs sicher, dass die Spekulation aufgeht und selbstverständlich ist Irren an sich menschlich, aber wir sehen gerade in solchen Turn-Around-Phasen Potenzial für Anleger.
Weit oben in der Rangliste der größten relativen Käufe der Woche notiert eine Anleihe der Versteigerungs-Plattform Ebay. Die Anleihe ist mit einem Kupon von 2,5 Prozent versehen und bringt bei einer Restlaufzeit von unter zwei Jahren und einem Kurs von knapp über Hundert eine Rendite von mehr als zwei Prozent. Immerhin!
Dreifach DAX
Das Podium der absolut größten Investments der Woche wird komplett von DAX 30-Werten besetzt. Auf Platz eins steht Adidas. Der Sportartikelhersteller, der eigentlich längst Modekonzern ist, hat vor kurzem ein neues Allzeithoch geschafft. Folgt jetzt eine Kursrally? Godmode trader meint: „Gelingt dieser Ausbruch, dann wäre Platz für eine weitere Rally. Gewinne in Richtung 110,00 oder sogar 112,50 EUR wären dann innerhalb einiger Tage möglich. Spätestes im Falle eines Rückfalls unter 95,17 EUR müsste man aber diese Einschätzung überdenken und das Chartbild neu bewerten.“
Auf Platz zwei der absolut größten Umsätze folgt Vonovia. Dieser relativ neue Dax-Wert charakterisiert sich auf onvista.de folgendermaßen: „Die Vonovia SE, vormals Deutsche Annington, ist ein Immobilienunternehmen, das sich auf die Verwaltung von Wohnungen spezialisiert hat. Der Firma gehören rund 185.000 Wohnungen und sie übernimmt Leistungen wie Instandhaltung und Modernisierung. (…) Der allgemeine Anspruch besteht darin, bezahlbaren Wohnraum für verschiedene Bevölkerungsschichten anbieten zu können. Neben den Wohnimmobilien besitzt die Vonovia auch einige Gewerbeobjekte, die hauptsächlich an Kleinbetriebe zur lokalen Versorgung in Wohngebieten vermietet sind. Die Objekte befinden sich ausschließlich in Deutschland.Für 2016 erwartet Vonovia eine weitere Verbesserung der Geschäftsentwicklung und einen Anstieg des FFO I um 15 % auf 690 Mio. EUR bis 710 Mio. EUR. Um die Qualität des Wohnungsbestands weiterhin zu verbessern, wird Vonovia auch zukünftig konsequent in Gebäude, Wohnungen und das Wohnumfeld investieren. Das Volumen für Modernisierungen soll deutlich um 31 % auf 430 Mio. EUR bis 500 Mio. EUR wachsen.“
Auf Platz drei der absolut größten Käufe folgt Heidelberg Cement. Der Baustoffkonzern hat erfreulicherweise seinen Gewinn im Jahr 2015 deutlich gesteigert und will die Aktionäre stärker daran beteiligen. Die Dividende soll je Aktie um 73 Prozent auf 1,30 Euro erhöht werden. Man nähert sich damit wieder an das Rekordjahr 2007 an. Die Aktie wird mit einer gesteigerten Dividendenrendite selbstverständlich interessant für die wachsende Zahl an Anleger, die es auf Dividendenzahlungen abgesehen haben.

