Kauf: Relaxen mit dem Euro Stoxx
In der Berichtswoche waren insbesondere Daimler und Zurich Insurance gefragt. Daimler führt die Rangliste der größten relativen Käufe an. Im Depot des Kunden machte Daimler nach dem Kauf immerhin fast fünf Prozent des Gesamtvermögens aus. Es handelt sich um ein kleineres Depot in der Obhut eines Hamburger Hauses. Das ist typisch, denn die Rangliste der relativ stärksten Käufe widerspiegelt eher die Präferenz kleinerer Depots, die weniger stark diversifizieren (können).
Der Hauptwert in der Rangliste der absolut größten Käufe ist die Zurich Insurance Group. Die Kaufsumme macht immerhin 650.000 Schweizer Franken aus. Interessant sind die Analystenbewertungen des Schweizer Versicherers im neuen Jahr. Am 4.1. belässt JP Morgan die Zurich Group auf „Neutral“. Zwei Tage später lässt die UBS verlauten, sie habe das Ziel für Zurich Insurance Group auf 300 Franken gesenkt – empfehle das Papier aber damit immer noch zum Kauf. Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel drei Tage später von 256 auf 260 Franken angehoben und die Einstufung auf „Hold“ belassen. Und ganz zuletzt verlautbarte die Deutsche Bank, sie sähe die Allianz jetzt als attraktiver als die Zurich Insurance Group an. Was daraus folgt? Für einen Schweizer Vermögensverwalter ein Kauf.
Neben den beiden besprochenen Werten gab es auch eine Reihe von Käufen von Anteilen an weniger bekannten französischen Unternehmen wie denen des Caterer Sodexo oder denen des Optik-Spezialisten Essilor. In einer Analyse von JP Morgan schreibt Analyst David Adlington über den letzteren Wert: „Der Brillenglashersteller dürfte aufgrund seiner Position als Marktführer langfristig ein ordentliches Wachstum erzielen, … allerdings dürfte dieses Wachstum moderat ausfallen.“ (onvista.de) Auf dem Portal finden sich sechs Analystenbewertungen, die allesamt auf „Neutral“ oder „Hold“ lauten. Man darf vermuten, dass für den Käufer weniger die besonderen Aussichten des Unternehmens als vielmehr die der Branche oder die des Marktes (Frankreich) entscheidend waren.

Im Anleihenbereich führt das Tableau eine Anleihe der Metro an. Das Papier verspricht bei einer Laufzeit bis zum 1.3.2019 und einem Kupon von 3,375 Prozent sowie einem Kaufkurs von etwas mehr als 108 eine Jahres-Rendite auf die Endfälligkeit von 0,63 Prozent.
Mit ordentlichen Kaufzahlen konnte auch einmal wieder der Derivate-Bereich aufwarten. In die Toplisten schaffte es das Euro Stoxx 50 ExpressRelax 2017/12 (DBK), ein Garantieprodukt der neuesten Generation. Zu dem Zertifikat heißt es auf finanztreff.de: „Relax-Express-Zertifikate besitzen mehrere Bewertungstage (meist in jährlichen Abständen) an denen die Wertentwicklung des Basiswertes gegenüber dem Startkurs überprüft wird. Mit einem Relax-Express-Zertifikat wird in einen bestimmten Basiswert investiert. Die Laufzeit beträgt gewöhnlich mehrere Jahre. Am jeweiligen Bewertungstag besteht die Chance auf eine vorzeitige Rückzahlung des eingesetzten Kapitals zuzüglich einer attraktiven Rendite. Voraussetzung für eine vorzeitige Auszahlung: Der Basiswert muss am Bewertungstag auf oder über seinem Auszahlungslevel (Tilgungslevel) bei Emission des Zertifikats liegen. Kommt es während der Laufzeit zu keiner vorzeitigen Auszahlung, weil der Basiswert an jedem Stichtag unterhalb des Auszahlungslevels liegt, sind die Kriterien für die vorzeitige Rückzahlung nicht erfüllt. Jedoch wird hierbei, anders als bei einem Classic Express-Zertifikat, ein Betrag ausbezahlt, solange der Kurs des Basiswertes nicht auf oder unter dem Auszahlungslevel notiert. Zudem besteht am finalen Bewertungstag die Chance auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals. Ein Risikopuffer sorgt dafür, dass am Laufzeitende das Kapital zurückgezahlt wird, wenn der Basiswert oberhalb der Auszahlungslevel notiert. Sofern der letzte Börsenhandelstag mit dem letzten Bewertungstag identisch ist, gelten ggf. am letzten Börsenhandelstag verkürzte Handelszeiten des Produktes.“
