Viele inter­es­sante Ein­zel­werte wur­den in der Berichts­wo­che ins­be­son­dere gekauft. Dabei lag der Fokus klar auf Deutsch­land (Aktien), Süd­eu­ropa (Anlei­hen) und auf UBC (Ultra-​​Blue Chips), also den ganz gro­ßen inter­na­tio­na­len Unter­neh­mens­wer­ten.   

Käufe

Ganz oben in der Gunst der Ver­wal­ter stan­den in der ver­gan­ge­nen Woche in der Liste der abso­lut größ­ten Käufe vor allem Anlei­hen. In der Liste der rela­tiv zum Depot­wert größ­ten Käufe domi­nier­ten dage­gen Akti­en­käufe, sei es in Form von Fonds, sei es in Form von Ein­zel­ti­teln.

In der rela­ti­ven Liste fin­det sich ein soge­nann­ter Mini­mum Varianz-​​Fonds der füh­ren­den deut­schen Fonds­ge­sell­schaft, einer Toch­ter der Deut­schen Bank. Auf onvista. de heißt es zur Inves­ti­ti­ons­po­li­tik des Vehi­kel: „Der Fonds inves­tiert haupt­säch­lich in Aktien euro­päi­scher Groß­un­ter­neh­men sowie mitt­le­rer und klei­ner Gesell­schaf­ten. Hier­bei basiert die Aus­wahl der Aktien auf wis­sen­schaft­lich fun­dier­ten finanz­ma­the­ma­ti­schen Ana­ly­sen und zielt auf ein Port­fo­lio mit mög­lichst nied­ri­gen Kurs­schwan­kun­gen ab (Mini­mum Vari­anz Port­fo­lio).“ Aus der Betei­li­gungs­über­sicht per Ende Okto­ber ergibt sich, dass die Cho­co­la­de­fa­bri­ken Lindt & Sprun­gli AG den größ­ten Anteil im Depot aus­macht. Mit gro­ßen Antei­len sind auch Nestle, Novo Nor­disk und Reckitt Ben­cki­ser ver­tre­ten. Der Grund­ge­danke des Mini­mum Varianz-​​Ansatzes ist dabei, dass das Gewicht eines ein­zel­nen Wer­tes im Port­fo­lio sich nicht nur an der Wahr­schein­lich­keit eines gro­ßen Erträg­nis­ses (in der Zukunft) ori­en­tiert, son­dern auch aus sei­ner Schwan­kung (Vergangenheits-​​Volatilität) her­rührt. Dabei gilt, dass schwan­kungs­arme Risi­ken stär­ker als stark schwan­kende Risi­ken ver­tre­ten sind.

 

2015 12 rel Käufe

Auf dem zwei­ten Platz in der rela­ti­ven Top-​​Liste steht der db x-​​tr. CSI300 ETF. Auch er kommt von einer Toch­ter der Deut­schen Bank. Der Fonds „hat das Anla­ge­ziel die Wert­ent­wick­lung des CSI 300 Index mög­lichst genau abzu­bil­den. Der Index ist ein nach der Streubesitz-​​Marktkapitalisierung gewich­te­ter Index, der die Wert­ent­wick­lung von an der Shang­hai Stock Exch­ange oder der Shen­zhen Stock Exch­ange gehan­del­ten A-​​Aktien abbil­det. Der Index umfasst die 300 Aktien mit der gröss­ten Markt­ka­pi­ta­li­sie­rung und Liqui­di­tät aus dem Gesamt­uni­ver­sum der bör­sen­no­tier­ten A-​​Aktien-​​Unternehmen in der Volks­re­pu­blik China. Der Index wird in Ren­minbi („CNY“) quo­tiert.“ (onvista​.de). Im ver­gan­ge­nen Jahr brauch­ten Inves­to­ren in China bekannt­lich sehr gute Ner­ven. Dass man jetzt wie­der in Ost­asien inves­tiert, das Pro­dukt macht immer­hin allein mehr als fünf Pro­zent des betref­fen­den Depots aus, zeigt, dass die seit Sep­tem­ber anhal­ten­den Kurs­ge­winne sich durch­aus noch stei­gern könn­ten.

Unter den begehr­tes­ten Ein­zel­ak­tien der ver­gan­ge­nen Woche waren, wie schon bemerkt, deut­sche und die ganz gro­ßen inter­na­tio­na­len Titel füh­rend. Wir sahen eine ganze Reihe von DAX-​​Vertretern auf den Order­lis­ten der Ver­wal­ter, dar­un­ter waren die bei­den B’s (Bayer und BASF), die zu den Dau­er­fa­vo­ri­ten der Ver­mö­gens­ver­wal­ter gehö­ren. Etwas über­ra­schen­der war für uns die Sich­tung einer Linde. Nach einem kräf­ti­gen Rück­set­zer in den ver­gan­ge­nen Wochen, der auf die Anpas­sung der Ergeb­nis­pro­gno­sen für 2015 zurück­ge­gan­gen ist, war mit Käu­fen eher nicht zu rech­nen. Aber im Zusam­men­hang mit dem Ver­lauf der VW-​​Aktie wird deut­lich, wor­auf hier spe­ku­liert wird: Eine Kor­rek­tur der Kor­rek­tur. Die Märkte rea­gie­ren sehr emp­find­lich auf ent­täu­schende Nach­rich­ten. Viel­leicht zu emp­find­lich. Man darf gespannt sein, wie sich die Aktie des Gas­her­stel­lers in den nächs­ten Mona­ten ent­wi­ckelt.