Das Aktiensegment war die Lokomotive des Handels der Berichtswoche. Dennoch wurde das Spektrum der Anlagemöglichkeiten in der Berichtswoche weit stärker genutzt, als dies in den letzten Wochen häufig der Fall war. Das ermöglichte es zugleich, sich aktiver zu diversen Risiken, Chancen und Szenarien zu verhalten.
Käufe
Die mit Abstand größte Investition in der Berichtswoche tätigte eine Vermögensverwaltung in einem südöstlichen „Planquadrat“ unseres Erfassungsgebiets. Über 2 Mio. Euro investierte sie in den beide Rankings anführenden LFP Forum Securities Global Income Real Estate (ISIN LU1013052367/ WKN A12FE5). Mit diesem Fonds haben La Française & Forum Securities nach Eigenauskunft einen Immobilienaktienfonds der „zweiten Generation“ aufgelegt. Das verriet jedenfalls die Portfoliomanagerin Jana Sehnalova im März dieses Jahres den Experten von „e-fundresearch com“. Weil über diesen Fonds kaum leicht zugängliche Informationen zu Strategie und Kennwerten verfügbar sind, rekurrieren wir an dieser Stelle auf eine Analyse von e-fundresearch.com., die am 20.3.2015 bei fondscheck.de veröffentlicht wurde.
Das Motto des Fonds lautet demnach: „Benchmarkunabhängigkeit und Risikoreduktion durch Downside-Hedging“. Es handelt sich hier also um einen Absolute-Return-Fonds, der absolute Erträge, d.h. möglichst stetigen Ertragszuwachs, bei reduzierter Volatilität erzielen möchte. Laut Sehnalova sollen auf diese Weise Defizite der bisher im Segment der Immobilienaktienfonds dominierenden Long-Only-Strategie vermieden werden.
Statt dessen wolle der Fonds eine vielschichtigere Investmentstrategie fahren bei weniger Restriktionen bezüglich der Wahl der Instrumente. Das Risiko soll durch aktives Hedging reduziert werden, wobei zweigleisig gefahren wird. Sektorspezifische Risiken werden mit Hilfe eines Short-Baskets an Immobilienaktien abgefangen. Und systematische Risiken, die den gesamten Markt betreffen, werden mittels Puts auf den MSCI World abgesichert. Dennoch möchte man die Kosten möglichst gering halten: so soll das Hedging nicht mehr als 200 Basispunkte, also zwei Prozentpunkte, kosten. Neben diesem aktiven Hedging setze der Fonds auch noch auf ein flexibles Cash Management. Das diene der passiven Absicherung (bis zu 40% an Cash). Auch im Long-Bereich setze man „alternative Akzente“, indem man relativ zur Benchmark Nordamerika deutlich untergewichte und Small & Mid-Caps sowie Schwellenländer höher gewichte. Dabei suche man schwerpunktmäßig Immobilienaktien mit überdurchschnittlichem Dividendenwachstum in der langen Frist. Trotz der Absicherungen reproduziert der Performance-Verlauf doch deutlich das Profil des Gesamtmarktes: Ende April lag der Wert des Fonds bei über 118 Euro, Anfang September unter 106, aktuell liegt er bei etwas über 111 Euro. Auch die zweite Generation scheint kein Wundermittel gegen „Downhillfahrten“ zu kennen. Leider werden in den spezifischen Portalen zu Fonds keine Kennzahlen dieses Produkts angegeben.
Auf der zweiten Position unserer beiden first-five-Rankings liegt gleichfalls ein Fonds, jedoch kein Aktien-, sondern ein Rentenfonds. In diesen investierte eine Vermögensverwaltung, die im Rheinland beheimatet ist, insgesamt 1,1 Mio. Euro. Ziel des iShares Core Euro Government Bond (DE) UCITS ETF „ist eine Gesamtrendite aus Kapitalrendite und Ertragsrendite entsprechend der Rendite des Barclays Capital Euro Treasury Bond Index. Der Fonds besteht vollständig aus Euro-Staatsanleihen. Er ermöglicht sofortigen Zugang zu Anleihen mit Investment Grade, die eine Restlaufzeit von mindestens einem Jahr haben und deren ausstehendes Kapital größer als 300 Millionen Euro ist. Dazu investiert der Fonds in ein Portfolio von festverzinslichen Wertpapieren, das sich aus den Wertpapieren zusammensetzt, die den Barclays Capital Euro Treasury Bond Index bilden“. (Finanzen.net)

