Aktien verkauft, Anleihen gekauft

In der 47ten Berichtswoche vom 18. bis 22. November 2019 überragten die Käufe die Verkäufe nur wenig.

Von den 2,53 Mio. Euro, die den Wochenumsatz ausmachten, waren 1,29 Mio. Käufe und 1,24 Mio. Verkäufe. Am stärksten war der Umsatz bei Aktien, die auf 1,22 Mio. Euro kamen, die aber überwiegend auf der Verkaufsseite anfielen.

Auf Rang zwei beim Umsatz standen mit 1,15 Mio. Euro Anleihen, die größtenteils aus Käufen bestanden – worunter allerdings auch ein Ausreißer nach oben war (siehe Käufe). Derivate kamen auf 0,12 Mio. Euro Umsatz bei Kaufüberhang. Am umsatzschwächsten war in der Berichtswoche das Fondssegment, in dem nur 0,05 Mio. Euro anfielen, die für Käufe ausgegeben wurden.

Möchte man den Wochenhandel kurz und bündig charakterisieren, dann gilt: Aktien wurden verkauft, Anleihen gekauft.

Dennoch sind in unserer Kaufliste vergleichsweise viele Aktien verzeichnet. Das liegt daran, dass zum Teil nur in „Spurenelementen“ investiert wurde, jedenfalls waren die Beträge pro Transaktion bei Aktien meist gering.

1-Monats-Favoriten

Steile Rangordnung

Für den Tabellenrang ist die Zahl der Transaktionen in den letzten vier Wochen entscheidend, bei Gleichstand das jüngste Kaufdatum. Häufig ist unser Aktienfavoritenranking flach, d.h. die Favoriten ragen nicht stark oder kaum aus der Menge aller Aktien(käufe) im 4-Wochen-Zeitraum heraus. Darüber berichteten wir schon häufiger.

Selten jedoch war die Rangordnung in der Vergangenheit so „steil“ wie derzeit. Prudential PLC sticht sehr weit hervor (und ist auch bei den Wertpapierfavoriten an der Spitze), aber Atos kommt momentan ebenfalls auf eine relativ hohe Zahl von Käufen und auch die Banco Santander ist noch gut vertreten.

3-Monats-Favoriten

Schwellenländer – mit oder ohne Dividende?

Auf der fünften Position im 3-Monatsranking steht ein Aktien-ETF, der in Dividendentitel aus Schwellenländern investiert. Dieser ETF war zuletzt in den ersten Novemberwochen gefragt. Er bildet den Dow Jones Emerging Markets Select Dividend Index nach, der 100 Unternehmen aus Schwellenländern beinhaltet, die dazu fähig sind, auch langfristig Dividenden zu zahlen.

Der (Preis-)Index (USD) hat seit Jahresbeginn um 3,5% zugelegt. Besser sind in diesem Zeitraum Anleger gefahren, die in einen ETF investierten, der den breit gestreuten MSCI Emerging Markets (USD) nachbildet. Denn dieser konnte seit Jahresbeginn um 9,1% zulegen.