Top-Käufe

Das Kaufvolumen der 47ten Woche in Höhe von 1,29 Mio. Euro verteilte sich auf Anleihen (1,042 Mio. Euro), Aktien (0,13 Mio. Euro), Derivate (0,07 Mio. Euro) und Fonds (0,05 Mio. Euro).

Dieser Aufstellung zufolge waren Anleihen am meisten gefragt. Jedoch täuscht auch hier der Blick bloß auf die aggregierten Werte. Denn die Investition in die im Volumen-Ranking erstplatzierte Telecom-Italia-Anleihe machte 97% des Kaufumsatzes bei Anleihen und rund 78% des Kaufumsatzes insgesamt aus. Schaut man sich zudem das Kaufverhalten der gelisteten Vermögensverwaltungen an, dann griffen bei Aktien mehr Häuser zu als bei Anleihen, auch wenn die Investitionssummen bei den Anteilsscheinen oft sehr gering waren.

Kommen wir nochmals zur erstplatzierten Telecom-Italia-Anleihe zurück. Die mit 1,125% verzinste – nicht an deutschen Börsenplätzen gehandelte – Anleihe wurde am 26. März 2015 emittiert und läuft bis 26. März 2022. Sie wird von Moody’s mit Ba1 geratet, das ist die oberste Stufe unter Investmentgrade. Mit anderen Worten: die Anleihe gilt als spekulative Anlage, bei der im Fall einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage mit Ausfällen zu rechnen ist.

Mit Red Eléctrica (Red Eléctrica de España) hat ein Unternehmen, das in unseren Listen zu den seltenen „Gästen“ gehört, den Sprung unter die first five im absoluten Ranking geschafft. „Red Eléctrica de España (REE) ist ein börsennotiertes Unternehmen mit Sitz in Madrid, das als der nationale Übertragungsnetzbetreiber in Spanien für den Betrieb des elektrischen Höchstspannungsnetzes zuständig ist. REE wurde 1985 gegründet und war weltweit das erste Unternehmen, dessen Geschäftsbereich ausschließlich aus dem Energietransport bestand.

Hauptaktionär mit 20% ist die (staatliche) Sociedad Estatal de Participaciones Industriales. … Zudem ist das Unternehmen unter anderem in Peru und Chile aktiv (Wikipedia). Der Aktienkurs der spanischen Starkstromspediteure zeigt allerdings im Trend in den letzten Monaten nach unten. Nachdem man im Februar noch bei über 20 Euro lag, ging es seither, unter Schwankungen, im Trend talwärts, wobei ein Kurseinbruch im Juni und Juli auf 17 Euro besonders kräftig ausfiel.

Gegen Ende Oktober lag der Kurs dann wieder bei knapp über 18,4 Euro. Am 30. Oktober veröffentlichte der Konzern seine Bilanz für die ersten neun Monate des Jahres bzw. Q3. In den Folgetagen gab der Kurs nach auf bis zu 17,1 Euro, was ein Indiz dafür ist, dass die Zahlen den Erwartungen der Analysten und Marktteilnehmer nicht ganz entsprochen haben. Derzeit steht die Aktie bei 17,3 Euro.

Auf Position 3 im relativen Topkäufe-Ranking steht ein Turbozertifikat auf den Euro Stoxx 50, das mit der Risikostufe 7 von 7 möglichen eingestuft wird.

Im Basisinformationsblatt steht mit dicken schwarzen Lettern oben gleichsam als Warnhinweis geschrieben: „Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.“

Eine Kurzbeschreibung des Produkts, das am 11.11.2019 emittiert wurde, liefert Onvista: „Dieser Open-End Knock-Out Optionsschein (Put) bezieht sich auf den Basiswert EURO STOXX 50 und hat eine unbegrenzte Laufzeit. Es handelt sich um ein Hebelprodukt, d.h. der Anleger partizipiert überproportional an der positiven und negativen Entwicklung des Basiswertes. Das Produkt ist mit einer Knock-Out Schwelle ausgestattet. Durchbricht der Basiswert während der Laufzeit die Knock-Out Schwelle, wird das Produkt ausgeknockt und verfällt sofort wertlos. … Bei Ausübung berechnet sich die Rückzahlung durch die Differenz zwischen dem Basispreis und dem Kurs des Basiswertes bereinigt um das Bezugsverhältnis von 0,01.“ (Produktbeschreibung Onvista).

Vontobel gibt aktuell (26.11.) folgende Daten an: Der Euro-Stoxx-50-Index steht derzeit bei rund 3.706 Euro, der Basispreis und der Knock-Out-Wert liegen bei 4.027,7297 Euro, der Abstand zum Knock-Out liegt derzeit bei 8,87%, der Hebel bei 11,32%.

 

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