Top-Käufe

Die Käufe in der 36. Berichtswoche im Wert von 2,84 Mio. Euro verteilten sich auf Aktien (2,13 Mio. Euro), Anleihen (0,60 Mio. Euro), Fonds (0,11 Mio. Euro) und Derivate (0,00 Mio. Euro bzw. 950,40 Euro).

Aktien waren also am meisten gefragt. Man könnte meinen, die Nachfrage nach Aktien habe in der Berichtswoche einen Stimulus bekommen, weil die Kurse zuletzt gestiegen sind. Die Frage, wie sich Aktien preislich entwickelten, ist aber immer eine Frage der Zeitskala bzw. noch spezieller des gewählten Zeitrahmens.

Das ist zwar trivial, näher besehen verkompliziert aber gegebenenfalls die Antwort nach Trend oder Minitrend schnell. Bei Ansätzen der Trendfolge wird dies in der Regel technisch und damit eindeutig gelöst, hier spielt dann z.B. die 200-Tage-Linie, ausgehend vom Jetzt-Zeitpunkt, eine Rolle, damit sind die Zeitskalen vorab technisch definiert. Geht man eher unsystematisch vor und greift sich z.B. den Zeitraum zwischen April bis August heraus, dann bewegten sich die Aktien – wenn man den MSCI World zugrunde legt – grob seitwärts.

Schaut man sich dann den Zeitraum des laufenden Jahres an, dann zeigt die mittlere Linie im Trend deutlich nach oben. Betrachtet man die Zeit von Ende Juli bis Mitte August, dann zeigt die Kurslinie nach unten. Beschränkt man sich auf die letzten beiden Wochen, dann zeigt sie nach oben.

Konzentrieren wir uns, auch weil wir einen wöchentlichen Newsletter schreiben, auf die letzten Wochen. Der MSCI World erhöhte sich von 2095 Punkten Ende Woche 34 auf 2179 Punkte Ende Woche 36, also der Berichtswoche. Während der Weltindex von MSCI (der die „Welt“ der entwickelten Länder abbildet) im Rahmen der letzten vier Wochen um 2,01 Prozent und der Dow Jones um 2,08 Prozent zulegte, steigerte sich der Dax in diesem Zeitraum um 4,55 Prozent, wobei der Großteil dieser Anstiege auf die Entwicklung in den vergangenen zwei Wochen zurückzuführen ist.

Wie wir bereits unter „Märkte und Favoriten“ schrieben, weist das Kaufverhalten – nicht nur in der Berichtswoche – darauf hin, dass Verwaltungen oftmals taktisch auf Basis fundamentaler Daten handeln (was eine technische Analyse nicht ausschließt, häufig werden beide Methoden angewandt), wobei breitere Marktaspekte zwar eine Rolle spielen dürften, häufig aber letztlich entscheidend eher Branchen- oder Unternehmensdaten sein dürften. Sonst lässt sich der hohe Anteil von Einzeltiteln in der Berichtswoche, die über lange Zeiträume immer wieder teils auf der Kauf-, teils dann wieder auf der Verkaufsliste erscheinen, kaum erklären.

Zu dieser Sorte von Wertpapieren gehört die in unserem absoluten Ranking erstplatzierte Aktie der Dormakaba Holding AG nicht unbedingt, sie gehört vielmehr zu den seltener gewählten Titeln. Die Performance des Schweizer Herstellers von Sicherheitstechnologie war jedoch in den letzten Jahren auch nicht gerade berauschend: im vergangenen Monat gab der Kurs um über 4 Prozent nach, über 1 Jahr um 0,1 Prozent und über 3 Jahre um über 7 Prozent. In den letzten beiden Wochen hatte jedoch auch die Dormakaba-Aktie leichten Auftrieb. Eine von uns erfasste Verwaltung sah den Zeitpunkt für gekommen, am Dienstag, 3.9., bei einem Preis von 663,37 Schweizer Franken pro Aktie zu investieren.

Unabhängig von der Antwort auf die oben gestellte Frage, ob die jüngsten Aktienkursanstiege die Nachfrage beflügelten, beflügelten sie die Performance der offensiveren firstfive-Depots. In den vergangenen zwei Wochen verbesserte sich der Index der Depots der dynamischen Risikoklasse 5 von 228,68 auf 235,60 Punkte, womit sich die Performance im laufenden Jahr von 12,07 auf 15,46 Prozent erhöhte. In der ausgewogenen Risikoklasse erhöhte sich der Index von 175,03 auf 177,59 Punkte bzw. die YTD-Performance von 8,23 auf 9,81 Prozent.

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